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Haben Sie Fragen zu Faktor X? Hier finden Sie Antworten.

  • Ist Faktor X teurer?

    Das kommt darauf an. Faktor X - Häuser sind nicht oder nur kaum teurer als konventionell errichtete Häuser! Ob ein Gebäude um einen Faktor X ressourceneffizienter ist, entscheidet sich am Rohbau, während ein großer Teil der Hauskkosten beim Innenausbau entsteht. Hier lassen sich meist mögliche Mehrkosten einsparen, wenn sie überhaupt auftreten. Denn die größten finanziellen Sparpotenziale liegen in der Auswahl der Ausstattung.

    Zu Mehrkosten kann es bei massiver Bauweise kommen, da damit der Faktor X etwas schwieriger zu erreichen ist, als mit einer holzbasierten Bauweise. Im Massivbau muss also an verschiedenen Stellen kompensiert werden. Das kann bspw. mit Recyclingbeton oder mit Ziegeleinhängedecken geschehen. Diese Materialien können etwas teurer sein als die Standardbetondecke. 

    Planen Sie einen Holzbau können Sie diesen normalerweise in einer Standardausführung in Faktor X Siedlungen bauen. Mehrkosten für den Faktor X brauchen Sie nicht einplanen.

  • Wir möchten gerne ein massives Steinhaus bauen, geht das mit Faktor X?

    Generell ja. Es ist aber etwas schwieriger den Faktor X zu erreichen und kann zu Mehrkosten führen. Einen Holzbau können Sie in einer Faktor X Siedlung kostenneutral erstellen. Falls Sie noch zweifeln ob ein Holzhaus das richtige für Sie ist, finden Sie hier alle Vorteile auf einen Blick.

  • Was sind abiotische Ressourcen?

    Abiotische Ressourcen sind mineralische und metallische Rohstoffe, die aus der Natur entnommen werden und nicht mehr nachwachsen. Beispiele dafür sind Kupfererz, Tone, Sande, Naturstein, Kalkstein, Puzzolan, Eisenerz, Aluminium usw.

    Der Ressourcenkennwert ist RI abio, also abiotischer Ressourcen Input. Dieser Wert umfasst nicht nur das Kilogramm fertiges Material, sondern auch den Materialaufwand durch den Abbau- und Herstellprozess. So erzeugt 1kg Kupfer beispielsweise einen RI abio von 180 kg. Das nennt man den ökologischen Rucksack.

  • Bringt uns das Vorteile für Faktor X, wenn wir eine Photovoltaikanlage installieren?

    Derzeit berücksichtigen wir die Installation einer Photovoltaikanlage noch nicht.

  • Dürfen wir einen Bungalow bauen?

    Es ist nicht sehr ressourceneffizient einen Bungalow zu bauen. Für die gleiche Wohnfläche wie bei einem zweigeschossigen Einfamilienhaus benötigen Sie bspw. die doppelte Fläche der Bodenplatte. Die Grenzwerte für den Faktor X sind stets auf den Quadratmeter Wohnfläche heruntergerechnet. Wer also flächeneffizient plant, das heißt viel Fläche mit wenig Materialverbrauch herstellt, hat für den Faktor X Vorteile. Eingeschossige Bauweise ist das Gegenteil davon und somit ist der Faktor X damit schwieriger zu erreichen.

  • Dürfen wir einen Keller bauen?

    In einigen Faktor X Baugebieten sind Keller aus geologischen Gründen ausgeschlossen. Sind sie nicht ausgeschlossen ist die Erreichung des Faktor X mit einem Keller aber ungleich schwieriger. Ihr Haus wird für die Berechnung des Faktors stets mit einem Referenzhaus verglichen. Dieses Vergleichsgebäude hat keinen Keller. Das bedeutet, dass Ihr Haus noch ressourceneffizienter sein muss, als ohnehin, da Sie den massiv gebauten Keller kompensieren müssen. Darüber hinaus ist ein Keller auch ziemlich teuer und anfällig für Bauschäden. Lagerfläche können Sie oberirdisch kostengünstiger und sicherer herstellen.

  • Dürfen wir einen Schottergarten anlegen?

    Nein. In den Bebauungsplänen von Faktor X Siedlungen sind Schottergärten ausgeschlossen. Die nicht für Zuwegung und Einfahrt verwendeten Flächen müssen begrünt werden. Das dient der Ressourcenschonung, da der Schotter für Schottergärten extrem viel abiotische Ressourcen verbraucht. Darüber hinaus sind Steingärten für das Mikroklima rund ums Haus sehr von Nachteil, da sich die Steine an heißen Tagen stark aufheizen und auch in der Nacht nur langsam auskühlen. Beim nächtlichen Lüften wird dann die einströmende Luft auch noch von den Steinen erwärmt. Außerdem können und müssen wir jeden Quadratmeter nutzen um die Biodiversität zu schützen und zu fördern. Nur in einem begrünten und möglichst mit einheimischen Blumen bepflanzten Garten kann Leben stattfinden.

  • Dürfen wir eine Klinkerfassade bauen?

    Generell gilt: Wie Sie den in Ihrem Baugebiet festgelegten Faktor erreichen ist egal, Hauptsache Sie halten die Grenzwerte ein. Wenn Sie also eine sehr ressourceneffiziente Konstruktionsweise, bspw. Holzständerbauweise wählen und auch sonst auf nachwachsende oder rezyklierte Materialien setzen, kann es sein, dass Sie auch mit einer Klinkerfassade den Faktor X einhalten.

    Es gibt aber auch noch einen anderen Weg: Im Indener Faktor X Baugebiet „Lützeler Hof“ wurden zwei Häuser mit einem gebrauchten Stein verklinkert. Damit können Sie rechnerisch auch einen Faktor X Massivbau verklinkern.

  • Wir würden gerne ein Doppelhaus bauen uns fehlt aber noch ein Projektpartner. Wie können wir vorgehen?

    Das ist von Kommune zu Kommune sehr unterschiedlich. Am besten sprechen Sie diesen Wunsch schon bei der Reservierung bzw. bei der Eintragung in die Warteliste an. Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist die Herausgabe von Kontaktdaten des Nachbarn nur bei gegenseitiger Zustimmung möglich.

  • Welche Pflanzen dürfen wir in unsere Gärten pflanzen?

    Generell befürworten wir die Pflanzung aller heimischen Pflanzenarten. Wichtig ist, dass Sie sich vor dem Gang ins Gartencenter informieren, welche Pflanzen Sie gerne in Ihrem Garten hätten. Bodenqualität und Standort ist für einen sprießenden Garten genauso wichtig wie Pflegeintensität und Blühzeiten. Bitte lassen Sie exotische Pflanzen im Laden. Eingewanderte invasive Pflanzenarten verdrängen einheimische Pflanzen, insbesondere wenn sie ungewollt auswildern. Außerdem können die einheimischen Insekten meistens nichts mit den unbekannten Pflanzen anfangen. Weder kann der Nektar fremder Arten als Nahrungsquelle für Schmetterlinge und Bienen dienen, noch können sie sich daran vermehren.

    Diese Liste zeigt eine kleine Auswahl an heimischen Gartenblumen und Heilkräutern und ist als Anregung zu verstehen. In den textlichen Festsetzungen der Bebauungspläne gibt es oft auch noch Listen mit Pflanzen, in denen jedoch eher Baum- und Straucharten definiert werden.

    deutscher Namebotanischer Name

    Schafgarbe

    Achillea in Sorten

    Eisenhut

    Aconitum in Sorten

    Anemone

    Anemone in Sorten

    Akelei

    Aquilegia in Sorten

    Geißbart

    Aruncus sylvestris

    Aster

    Aster in Sorten

    Prachtspiere

    Astilbe arendsii

    Steinbrech

    Bergenia in Sorten

    Glockenblume

    Campanula in Sorten

    Chrysantheme/ Margerite

    Chrysanthemum in Sorten

    Maiglöckchen

    Convallaria majalis

    Mädchenauge

    Coreopsis verticillata

    Rittersporn

    Delphinium belladonna

    Nelke

    Dianthus in Sorten

    Tränendes Herz

    Dicentra spectabilis

    Gemswurz

    Doronicum caucasicum

    Feinstrahl-Alster

    Erigeron in Sorten

    Sonnenbraut

    Helenium in Sorten

    Sonnenauge

    Heliopsis scabra

    Taglilie

    Hemerocallis in Sorten

    Funkie

    Hosta in Sorten

    Schwertlilie

    Iris in Sorten

    Lupine

    Lupinus in Sorten

    Katzenminze

    Nepeta faassenii

    Pfingstrose

    Paeonia lactiflora

    Mohn

    Papaver orientale

    Flammenblume

    Phlox in Sorten

    Sonnenhut

    Rudbeckia sullivantii

    Fetthenne

    Sedum in Sorten

    Trollblume

    Trollius eruopaeus

    Immergrün

    Vinca in Sorten

    Veilchen

    Viola in Sorten

    Waldsteine

    Waldsteinia in Sorten

    Berg-Waldrebe

    Clematis montana

  • Können wir im Nachhinein noch etwas an der eingereichten Planung ändern?

    Wir sind uns darüber bewusst, dass Sie für die Ressourceneffizienzberechnung schon früh sehr viel entscheiden müssen. Deswegen kommt es gelegentlich vor, dass nach der Freigabe der Ressourceneffizienzberechnung Änderungen nötig werden. Bitte berechnen Sie jedoch nicht selbst die Auswirkungen der Änderung, da es zu Fehlern in der Eingabe kommen kann, die Sie in falscher Sicherheit wähnen. Lassen Sie sich bitte jede Änderung von uns freigeben. 

    Doch es gibt einen großen Vorteil der frühen Durchplanung Ihres Hauses: Sätze wie "Das können wir auch noch auf der Baustelle entscheiden..." werden deutlich seltener fallen. Schon früh viel entschieden und durchgeplant zu haben bringt den Vorteil eines entspannteren weiteren Verlauf der Hausplanung und des Hausbaus.