-
Seerecht und
marine Ressourcen
Februar 2011 -
Bumerangeffekt
April 2009 -
Energiesysteme
Januar 2009 -
Lehmann
Mai 2008 -
Resource Panel
Dezember 2007 -
Uran und Kernenergie
Februar 2007 -
Jill Jäger
Februar 2007 -
Living Planet Report
jährlich -
Methoden
Oktober 2004 -
Stahel
Oktober 2004 -
Schmidt-Bleek
Mai 2003 -
Braungart
Mai 2003 -
Radermacher
Mai 2003 -
Stoffströme
Mai 2003 - Linksammlung Wissenschaft
Friedrich Schmidt-Bleek
Friedrich Schmidt-Bleek – ehemaliger Vizepräsident des renommierten Wuppertal-Institutes – leitet heute sein Faktor 10 Institut in Carnoules/Provence.
Er hat Ende der 80er einen Paradigmenwechsel in der Umwelttheorie beschrieben: nicht mehr Dioxin, Quecksilber und Schwefeldioxid, nicht mehr die Giftigkeit von einzelnen Stoffen steht im Vordergrund, sondern der Naturverbrauch als solcher, die Menge, die schiere Masse, also die Ressourcenfrage. Es geht nicht mehr um Nanogramm, sondern um Megatonnen. Schmidt-Bleek fordert: nur noch ein Zehntel des bisherigen Naturverbrauchs. Allerdings bei gleichem Wohlstand. Für Schmidt-Bleek ist die Wirtschaft letztlich ein „Parasit“ der Natur. Der Mensch bewegt heute bereits deutlich mehr Material auf dem Planeten Erde als die Natur selber. Die Folgen für das komplexe, nichtlineare System der Ökosphäre sind prinzipiell nicht vorherzusagen. Daraus resultiert die Forderung nach einer drastischen Dematerialisierung: so wenig wie möglich in die Natur eingreifen – als Vorsorgeprinzip.
Das theoretische Werkzeug: Schmidt-Bleeks Messlatte, die man an sämtliche Produkte anlegen kann, heißt: MIPS = Material-Input Pro Service-Einheit. Keine absolut genaue, aber eine durchaus richtungssichere Methode. Sie soll Klarheit in die ökologische Diskussion bringen.
Die Leitlinie: von der Durchfluss- zur Systemerhaltungs-Wirtschaft, die ihre Naturressourcen wesentlich intelligenter, also effektiver nutzt. Die um einen Faktor 10 dematerialisiert ist, die nur zehn Prozent der Energie und der Rohstoffe braucht, um die selben Dienstleistungen und Werte zu schaffen.



