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Sustainability in unsicheren Zeiten - SAM

Die Sustainable Asset Management Gruppe (SAM), wurde 1995 gegründet. Mit Hauptsitz in Zürich und Dependancen in Chicago und Melbourne. 1999 gelang es der Vermögensverwaltungsgesellschaft, den Dow Jones Sustainability World Index aufzulegen. Er folgt dem Geschäftsmodell der Corporate Sustainability, integriert ökonomische, ökologische und soziale Kriterien in Strategie und Management von Unternehmen, wägt Chancen und Risiken ab, um den Wert der Unternehmen langfristig zu steigern.

Das ist der Fokus. Gegen den Sog des schnellen Geldes setzt Sustainability auf Solidität. Durchaus im Sinne von Pensionskassen, die in 20 oder 30 Jahren ihr Geld ausschütten müssen.

Selbstverständlich hat die Börsenkrise seit dem Frühjahr 2000 Auswirkungen aufs Geschäft. Unsicherheit ist das bestimmende Merkmal des Marktes. Umso mehr sieht sich SAM in seiner Grundlinie – Substanz und Glaubwürdigkeit – bestätigt.

Alois Flatz, Ex-Forschungschef der Sustainability Asset Management Group (SAM), war maßgeblich daran beteiligt, den weltweit ersten Nachhaltigkeits-Index, den Dow Jones Sustainability World Index (DJSI-World), zu entwickeln.

Der Dow Jones Sustainability World Index

Im DJSI-World sind etwa 300 Unternehmen weltweit gelistet, die jeweils 10% besten auf dem Gebiet der Sustainability, aus jeder Branche. Jedes Jahr wird der Index neu zusammen gesetzt. Dem geht eine intensive Analyse voraus. Die Unternehmen erhalten per eMail einen umfangreichen Fragebogen, für die Bearbeitung haben sie zwei bis drei Monate Zeit. Kriterien sind z.B. der Energie- und der Wasserverbrauch des Unternehmens. Der Ansatz ist ausgesprochen breit und folgt dem Triple-Bottom-Line-Prinzip: ökonomisch, ökologisch und sozial. Mittlerweile verfügt SAM über eine der weltweit umfangreichsten Sunstainability-Datenbanken über Unternehmen.

Dabei wird den Firmen einiges abverlangt: viel Koordinierung z.B., um die gesamten Daten der Firma zusammen zu führen. Der entscheidende Punkt ist dann auch Transparenz: Wie weit sind Unternehmen bereit und in der Lage, Auskunft zu geben? Rund 1 000 Unternehmen werden angesprochen, etwa die Hälfte beteiligt sich an der Fragebogen-Aktion, die anderen werden nach öffentlich zugänglichen Quellen analysiert. Das Thema Sustainability hat die Firmen Anfang der 90er erreicht. Viele haben unterdessen ein klares Bild über Energie- und Stoffströme; allerdings verwendet jedes Unternehmen andere Methoden, das erschwert den direkten Vergleich.

Im DJSI gelistet zu werden ist unterdessen mit einem deutlich Plus an Reputation verbunden. Die Unternehmen erhalten ein Membership-Logo: Zur Kommunikation und Werbung.

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Schwieriges Marktumfeld

Die Börsenkrise seit Frühjahr 2000 ist auch an SAM nicht spurlos vorüber gegangen. Kleinanleger haben sich weitgehend aus dem Markt zurück gezogen. SAM wendet sich nun verstärkt an professionelle Anleger.

Aber gerade in der Krise sieht sich SAM von seinem zentralen Ansatz der Corporate Sustainability bestätigt: Es geht um die Substanz, um die längerfristige Performance, letztlich geht es um Vertrauen, wie Alois Flatz, der Forschungschef, argumentiert.

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Veränderte Rahmenbedingungen

Die zentrale Herausforderung für SAM ist die radikale Veränderung des Umfeldes. Die Risiken nehmen zu. Unternehmen heute sind für Alois Flatz wie Goldfische in einem Glas. Direkt unter den Augen eines zahlreichen Publikums. Kunden, Mitarbeiter, Journalisten (Stakeholder), sie alle verfolgen jede Bewegung der Goldfische, registrieren, kommunizieren und kommentieren sie. „So gesehen ist die Unternehmensführung viel schwieriger als vor 30 Jahren, weil sie das sogenannte Stakeholder-Management erfordert.“

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