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20 Wasserstoff-Mythen
Amory B. Lovins, CEO des Rocky Mountain Instituts (RMI), hat Twenty Hydrogen Myths aufgedeckt – und korrigiert. Aufklärung im besten Sinne.
Wohl der bekannteste Wasserstoff-Mythos geht auf die Hindenburg-Katastrophe 1937 zurück. Lovins stellt klar: 35 % der Personen an Bord des Luftschiffs starben durch Sprünge aus dem Luftfahrzeug oder durch brennenden Diesel. 65 % wurden gerettet. Der Wasserstoff in der Hülle der Hindenburg hat nur relativ wenige Personenschäden verursacht. Wegen seines geringen Gewichts geht er nach oben weg, verbrennt und ist kaum explosiv.
Anlass für Lovins’ Text ist eine Veröffentlichung in Science: Wonach eine zukünftige Wasserstoffwirtschaft eine Gefahr für die oberen Schichten der Stratosphäre darstellt. Lovins kritisiert die Annahme, dass 10 – 20 % des produzierten Wasserstoffs durch Leckagen verloren gingen als 10 – 400 Mal zu hoch.
Twenty Hydrogen Myths verdeutlicht die Wasserstoffstrategie des RMI: Wasserstoff wird – auch weiterhin – in erster Linie aus Erdgas reformiert; dezentrale Anlagen in Häusern und Fahrzeugen folgen; spätere Schritte sind großtechnische Anlagen und Tanksysteme sowie Wasserstoff aus regenerativen Quellen.
Eine Wasserstoffwirtschaft ist möglich – aber sie muss sinnvoll ausgelegt werden. Wasserstoff- und Effizienzstrategie gehören zusammen.



