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Claude Fussler: Die Globalisierung gestalten!

Das World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) wurde 1992 gegründet. Unter diesem Dach haben sich 165 internationale Unternehmen aus 30 Ländern versammelt: durchaus klangvolle Namen wie BP, DaimlerChrysler, Shell und Sony. Im Dow Jones sind etwa 5 000 Unternehmen gelistet. Da sind 165 vielleicht nicht viel. „Wir sind eine Minderheit mit viel Power“, sagt Claude Fussler, Ex-Direktor des WBCSD; er selber war Jahrzehnte beim Weltkonzern Dow Chemical, zuletzt als Vizepräsident für Europa. Das WBCSD versteht sich als Think Tank der Industrie. Einer seiner Grundsätze: Business ist nicht getrennt vom Rest der Gesellschaft. In diesem Sinne will das WBCSD als Katalysator in Richtung auf eine Nachhaltigen Entwicklung wirken; es fördert Ökoeffizienz, Innovationen und soziale Verantwortung der Unternehmen.

Im Interview stellt Fussler den Zusammenhang zwischen Armutsbekämpfung und Dematerialisierung her. Die Spanne zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander. Die Weltbevölkerung wächst. Eine friedliche Entwicklung hin zu acht oder zehn Milliarden Menschen ist nur möglich bei ausreichendem Lebensstandard. Der aber ist in der breiten Masse nur mit dematerialisierten Produkten möglichen. Und im Sinne der Industrie: als Absatzmarkt.