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René Kemp - Transition Management

Transition Management ist ein langfristiger Innovationsprozess innerhalb einer Gesellschaft, der Weg zu einem fundamentalen Systemwechsel. Die Geschichte kennt viele Beispiele: vom Segelschiff hin zum Dampfer oder die Umstellung von Kohle- auf Gasheizung, wie sie in den Niederlanden bereits sehr früh, in den 60er Jahren geschehen ist. Aus den Niederlanden kommt auch das Konzept des Transition Managements. Es knüpft an solche Systeminnovationen an und will sie – diesmal bewusst – einsetzen auf einem Weg hin zu einer zukunftsfähigen Entwicklung. Effizienter Ressourceneinsatz ist ein Kernelement der Strategie. Dabei sind viele Akteure gefragt: Wissenschaftler und Universitäten, Unternehmen, Bürger und nicht zuletzt der Staat, der den Prozess maßgeblich gestaltet. Er moderiert einen Innovationsprozess nach dem Prinzip der Evolution: von Variation und Selektion. In den Niederlanden ist das Konzept des Transition Managements bereits eingegangen in die nationale Politik. Das Wirtschaftsministerium managt z.B. einen Prozess in Richtung auf eine nicht fossile Energieversorgung. Der Übergang von der Gasversorgung hin zu einer Wasserstoffwirtschaft, gespeist aus erneuerbaren Quellen, ist allerdings ungleich schwieriger als der von Gas zu Kohle: Erneuerbare Energie ist bislang deutlich teuerer als konventionelle, entscheidende technologische Bausteine für ein zukünftiges Energiesystem befinden sich noch in der Entwicklung. Dennoch: Der nächste Systemwechsel ist in den Niederlanden bereits beschlossene Sache.

René Kemp von der Universität Maastricht ist einer der geistigen Väter des Konzepts.
Im Interview erläutert er die Grundzüge des Vorgehens.