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Wachstum ja oder nein: das ist nicht die Frage
"Wir haben bis zur großen Finanzkrise im letzten Jahrzehnt Wachstumsraten zwischen 4 und 5 Prozent global gehabt. Und es ist überhaupt nicht absehbar, dass diese Wachstumsdynamik über die nächsten Jahrzehnte erlahmen wird. Aus drei Gründen: Erstens, einem Wachstums der Weltbevölkerung von jetzt knapp sieben Milliarden auf mindestens neun Milliarden Menschen zur Mitte dieses Jahrhunderts. Zweitens eine Verdoppelung des Arbeitskräftepotenzials global, das wir etwa in diesem Zeitraum erleben werden, also rund 1,5 Milliarden Menschen, die neu auf den Arbeitsmarkt drängen. Und drittens aufgrund der nachholenden Bedürfnisse von Milliarden von Menschen, die bisher unter miserablen Lebensbedingungen existiert haben. Und die sich jetzt in einem großen Aufbruch befinden, um sich zumindest einen bescheidenen Wohlstand zu erarbeiten und einen Lebensstandard zu erreichen, der der industriellen Moderne entspricht.
Dazu gehört Mobilität, aber nicht nur lokale, sondern globale Mobilität, dazu gehört Kommunikation, dazu gehören eine reichhaltige und abwechslungsreiche Ernährung, komfortables Wohnen und Haushaltsgeräte. Und alle diese Prozesse gemeinsam werden zu einem ungeheuren Wachstumsschub in der Weltwirtschaft führen. Die Frage „wachsen oder nicht wachsen“ stellt sich vielleicht für old europe, ein Kontinent, der demographisch schrumpft, aber sie stellt sich weltwirtschaftlich nicht."



