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Aristoteles und die Ökonomie
"Aristoteles unterschied zwischen zwei Ökonomien. Die eine nannte er Chrematistik, die Kunst des Gelderwerbs, die andere Oikonomia*, die Erhaltung des Lebens. Genau darum geht es. Ökonomisches Wachstum ist eine äußerst effiziente Methode, Geld zu machen, aber nur für wenige. Und zwar auf Kosten von Menschenleben, der Kommunen und des Planeten. Deshalb müssen wir darüber hinausgehen. Und Indien ist ein sprechendes Beispiel in der Wachstumsdebatte. China und Indien werden in unseren Tagen immer wieder genannt. In den 1990ern sagte man uns in Indien, wir sollten wie die asiatischen Tigerstaaten werden. Aber 1997 sind deren Ökonomien kollabiert. Die großen Staaten Indien und China sind die neuen Wachstumsvorreiter. Das bedeutet, dass wir unsere Lebensgrundlagen „zurückdatieren“ sollen: die Ökonomie der Natur und die Ökonomie des Lebensunterhalts."
* Oikonomia (altgriechisch oikonomia, aus oikos = das Haus + nomia zu nomos = Gesetz)



