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Eine Ressourcenstrategie für Deutschland -
Handlungsbedarf, Bausteine, Forderungen
Wir hatten uns daran gewöhnt, dass 20% der Weltbevölkerung - hauptsächlich Europa, USA und Japan – 80% der Ressourcen verbrauchen. In Zukunft werden 50% der Menschen ihren Rohstoffhunger auf den internationalen Märkten stillen: Mit dem Eintritt bevölkerungsstarker Schwellenländer in den Weltmarkt ergibt sich eine fundamental neue Lage. Die Angleichung der Entwicklungs- und Schwellenländer an das Wohlstandsniveau der westlichen Industriegesellschaften ist mit derzeitiger Ressourcenproduktivität schlicht unmöglich. Zudem ist zu erwarten, dass die wachsende Nachfrage nach Rohstoffen aus den Schwellenländern Preisschocks auf den Rohstoffmärkten zur Folge hat.
Die Steigerung der Ressourcenproduktivität und die Entwicklung einer Ressourcenstrategie werden damit zu einer Herausforderung, die als Querschnittsthema jenseits aller Partikularinteressen liegt. In einer solchen Strategie liegen für ein Hochtechnologieland wie Deutschland große Chancen, denn ressourceneffiziente Produkte und Produktionsverfahren werden die Zukunft bestimmen.
Die Ziele einer Ressourcenstrategie, die insbesondere Material- und Energieintelligenz umfasst, sind vielschichtig:
· Versorgungssicherheit
· Systeminnovationen
· Schaffung von Arbeitsplätzen
· Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen
· Vorteile im internationalen Wettbewerb.
Die Tagung thematisierte die Herausforderungen, die Aktionen anderer Staaten auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene und mögliche Handlungsfelder für Deutschland.
Beteiligte Institutionen
- BMU
- Europakolleg Brügge
- SERI
- UBA
- UNEP Centre on Sustainable Development and Production
- Wuppertal Institut



