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Hamburger Unternehmen für Ressourcenschutz
Die Backstube von Günter Hansen in Hamburg benötigt täglich 900 Liter warmes Wasser. Wie macht man das? Mit Gas. Es geht aber auch anders: Indem man die abgeführte Energie aus den Kühlschränken verwendet; dabei wird das Wasser durch den heißen Kältemittelstrom geführt. So schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe. Die jährliche Ersparnis von Günter Hansen: 1 500 €.
Ein relativ kleiner Betrag – verglichen mit anderen Projekten des Programms "Unternehmen für Ressourcenschutz" der Hansestadt Hamburg. Seit dem Frühjahr 2002 wurden insgesamt 200 Maßnahmen realisiert, 19 Mio. € haben die Betriebe dabei aus eigener Kraft investiert.
Vordringliches Ziel des Programms ist es, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten; Energie- und CO2-Reduktion stehen im Zentrum der Aktivitäten. Dass die Betriebe damit zugleich ihre Kosten senken und die Wettbewerbsfähigkeit steigt, gehört dazu. Mehr noch: Nur so funktioniert es.
"Unternehmen für Ressourcenschutz" ist ein Programm der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt. Es basiert auf Erfahrungen mit Energie-Effizienzmaßnahmen, die man bei öffentlichen Gebäuden gesammelt hat.
Konkret: Die Behörde bietet Hamburger Unternehmen einen kostenlosen Erst-Check vor Ort an, um Einsparmöglichkeiten aufzuspüren. Bei komplexen Effizienzmaßnahmen entwickeln externe Ingenieursbüros Expertisen und berechnen die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme; bis zu 50 % dieser Kosten übernimmt die Behörde. Die Investitionen selber – z.B. neue Lichtanlagen – können ebenfalls zu 30 % bezuschusst werden. Insgesamt stehen dafür im Programm rund drei Mio. € jährlich bereit.
Auch in Hamburg zeigt sich: Bei kleinen und mittleren Unternehmen sind Kenntnisse über Möglichkeiten von Ressourcen- und damit Kostenersparnis kaum vorhanden; es fehlt am Nötigsten, auch an der Zeit, sich mit solchen Fragen überhaupt zu befassen.
Mehr im Interview mit dem Leiter des Programms, Dr. Hinrich Hartung.



