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Ist Europa sustainable?

Oder könnte es sustainable werden? Rund drei Jahre lang hat ein internationales Forschungsprojekt (MOSUS) diese Fragen bewegt. Die Ressourcenfrage stand dabei obenan. Ein Computermodell, das die globalen Stoff- und Handelsströme modelliert, bildete die wissenschaftliche Grundlage. Zwei unterschiedliche Sustainability-Szenarien wurden entwickelt, mit einem zeitlichen Horizont bis 2020. Noch nie ist Sustainability so breit und so tief im europäischen Rahmen untersucht worden. Nicht nur stoffliche Aspekte gingen in das wissenschaftliche Projekt ein, sondern auch wirtschaftliche und soziale Fragen. Mosus ist ein Stück Politikberatung: Es zeigt Entwicklungsmöglichkeiten der Europäischen Union auf, die die globale Wettbewerbssituation des Wirtschaftsraums EU ebenso in Rechnung stellen wie Fragen der Nachhaltigkeit.

Die politischen Instrumente, die dabei modellhaft durchgespielt wurden: CO2-Steuern, Erhöhung der Transportkosten oder ein steigender Ölpreis; eine zentrale Rolle spielte auch das Aachen Szenario, das von der Aachener Stiftung Kathy Beys angeregt wurde.  Die Erhöhung der Ressourcenproduktivität bei den Unternehmen bringt eine direkte Steigerung der Gesamtproduktivität und der Wettbewerbsfähigkeit mit sich. Das MOSUS-Projekt hat diese Szenarien zum ersten Mal für verschiedene europäische Länder gerechnet.

Siehe Interview  mit Dr. Kurt Kratena vom Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung.

Die Ergebnisse des MOSUS-Projekts insgesamt sind ausgesprochen positiv: für Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt, auch die Beschäftigung erfährt in den beiden Sustainability-Szenarien eine Aufwertung.

Siehe Interview  mit Dr. Friedrich Hinterberger vom Sustainable Europe Research Institute.