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Politik

So einfach wie die Idee der Dematerialisierung – weniger rein tun! – ist ihre Umsetzung freilich nicht. Wird die Dematerialisierung vor allem durch den technischen Fortschritt vorangetrieben, so hängt ihr Erfolg doch wesentlich an den politischen Rahmenbedingungen, genauer gesagt: an der Art und Weise, wie Märkte organisiert sind.

Die Weltwirtschaft wird zwar immer Ressourcen-effizienter, trotzdem wächst gleichzeitig ihr Hunger nach Material. Anders ausgedrückt: Die relative Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch ist global durchaus messbar, das eigentliche Ziel, eine Stabilisierung des absoluten Verbrauchs (auf der Emissionsseite z.B. auch CO2), geschweige denn eine absolute Reduzierung ist derzeit nicht in Sicht. Aber darum geht es! Um einen stabilen und dauerhaft tragfähigen Stoffwechsel (Metabolismus) zwischen Mensch und Natur.

Wie kann man die – vorhandenen – Dematerialisierungs-Tendenzen stärken und befördern? Damit die Firmenbosse sich endlich darauf verlegen, statt der Arbeitskosten die Materialkosten zu reduzieren. Welche wirtschaftspolitischen Instrumente sind dafür erforderlich? Welche Bedeutung haben dabei die unterschiedlichen Ebenen, die nationale (z.B. 3 Aachener Studien), die europäische (z.B. MOSUS) und die globale (z.B. Dematerialisierung jetzt)? Wo sind die zentralen Hindernisse? Nicht zuletzt: Wie kann man den Bumerangeffekt (Stichwort: papierloses Büro) vermeiden?

Warum soll man kofferweise Geld für Ölrechnungen ausgeben, wenn man das Geld sinnvoller in Innovationen und Investitionen hierzulande stecken kann? (s. Göppel/ Pfeiffer) Mit modernen Autos, mit besser gedämmten Häusern sinkt der Energieverbrauch und damit die Abhängigkeit von Importen.

Die Dematerialisierung ist längst in der Politik angekommen. Und doch ist das Kapitel „Politische Umsetzung“ wohl das schwierigste von allen. FAKTOR X dokumentiert die wichtigsten Diskussionsbeiträge.