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News


24.06.2005 Report Europe 2005: The Ecological Footprint

WWF und Global Footprint Network haben ihren Bericht Europe 2005: The Ecological Footprint an den Präsidenten der EU Kommission Jos© Manuel Barroso übergeben. Dieser Bericht soll Grundlage der neuen Nachhaltigkeitsstrategie der EU werden. Er weist darauf hin , dass Europa 20% der natürlichen Ressourcen für 7% Anteil an der Weltbevölkerung nutzt. Der Ressourcenverbrauch der Europäer ist laut der Studie seit 1961 um fast 70% gestiegen. Download Report


24.06.2005 Unternehmen für Ressourcenschutz

Das Programm Unternehmen für Ressourcenschutz unterstützt Hamburgs Unternehmen beim effizienten Einsatz von Ressourcen. Es richtet sich an alle Hamburger Industrie- und Gewerbebetriebe, Produktions- und Handwerksfirmen sowie Dienstleistungsunternehmen. Das Programm umfasst finanzielle Förderung, gezielte Beratungen sowie Informationsangebote zu ressourcenschonenden Maßnahmen und Techniken.

Ziele des Programms sind:
- Reduzierung der CO2-Emissionen
- Effizienter Einsatz von Ressourcen wie Energie, Wasser und Rohstoffen
- Senkung der Betriebskosten in den Unternehmen
- Sicherung des Wirtschaftsstandortes Hamburg und der örtlichen Lebensqualität


19.05.2005 Fair Future - Ein Report des Wuppertal Instituts

Ein Dutzend Wissenschaftler des Wuppertal Instituts - Naturwissenschaftler, Ökonomen, Juristen und Philosophen - haben gerade unter der Leitung von Dr. Wolfgang Sachs und Tilman Santarius den Report Fair Future - Begrenzte Ressourcen und globale Gerechtigkeit veröffentlicht.

Ölkrise, Wasserkonflikte, schwindende Ernährungssicherheit - die Botschaften von knappen Ressourcen häufen sich. Gleichzeitig wächst die Weltbevölkerung weiter und immer mehr Nationen (wie etwa Indien oder China) fordern ihr unbestreitbares Recht auf Entwicklung ein. Angesichts einer schon jetzt überforderten Biosphäre wird der Kampf um die knappe Natur die Krisen des 21. Jahrhunderts mitbestimmen. Dieses Buch, verfasst von Fachleuten des international renommierten Wuppertal Instituts, liefert eine Analyse der Konfliktlagen, entwirft Perspektiven einer Politik der Ressourcengerechtigkeit und umreißt die wichtigsten Elemente einer globalen Umwelt- und Wirtschaftspolitik, die gleichermaßen der Natur wie dem Menschen verpflichtet ist.


24.02.2005 Ressourcenstrategie der Europäischen Union

Die Ressourcenstrategie der EU soll im Sommer 2005 vorliegen. Sie beinhaltet signifikante Önderungen von Produktions- und Verbrauchsstrukturen sowie in der Bewirtschaftung von natürlichen Ressourcen. Verschiedene Mitgliederstaaten der EU haben sich an kleineren Ressourcenprojekten versucht und an vielen Orten der Welt arbeiten Wissenschaftler daran, die Daten und das nötige Wissen über die gewaltigen Stoffströme zu erarbeiten. Ende Januar 2005 hat die Brüsseler Administration einen Rundruf in die beteiligten Länder abgeschlossen. Fazit: Die Idee eines nachhaltigen Stoffstrommanagementes ist allgemein akzeptiert. Lesen Sie hier mehr zum Thema.


24.02.2005 Happiness

Richard Layard von der London School of Economics und Mitglied des House of Lords publizierte gerade sein neues Buch "Happiness". Einer Gesellschaft, die Kaufkraft hat geht es gut. Das ist die ökonomische Lehrmeinung, die Layard ketzerisch in Frage stellt.


24.02.2005 Living Planet Report 2004

Wie ist es um den Zustand des Planeten Erde bestellt? Genauer gesagt: um den Zustand der Natur im Verhältnis zum stets wachsenden Naturkonsum des Menschen? Auf diese Frage gibt der Living Planet Report 2004 des World Wide Fund For Nature (WWF) eine Antwort.

Die gesamte Menschheit strapaziert den Globus bereits deutlich über, um 20 Prozent. Demgegenüber zeigt der Living Planet Index von 1970 bis 2000 einen Verlust der natürlichen Substanz um 40 Prozent. Substanzverlust der Natur einerseits und Übernutzung andererseits stehen in direktem Verhältnis: das zentrale Ergebnis des Living Planet Report.
Mehr Informationen zum Living Planet Report und Living Planet Index erhalten Sie hier.

 


24.02.2005 Preisträger Materialeffizienzpreis 2004

Im September 2004 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) zum ersten Mal einen Materialeffizienzpreis für kleine und mittlere Unternehmen ausgeschrieben. Der Preis ist Teil des Impulsprogramms Materialeffizienz, des BMWA, das insbesondere diese Unternehmen dazu anregen soll, die Kostensenkungspotentiale einer verbesserten Materialeffizienz zu nutzen. Der mit 10.000 Euro je Preisträger dotierte Preis wurde im Dezember 2004 vergeben.

Informationen zu den Preisträgern erhalten Sie hier:

Zelenka GmbH (Logistik)
Artmann Consult (Dienstleistung)
Deutsche Gumtec AG (Chemie)
Nano Tech Coatings (Metallverarbeitung)
Forster Bau (Baustoffe)


23.02.2005 Follow the Money - A Guide to Monitoring Budgets and Oil and Gas Revenues

Eine interessante Studie der Soros-Foundation. Ausgehend von der Frage, warum insbesondere rohstoffreiche Länder Probleme mit ihrem Budget, mit Korruption und hoher sozialer Ungerechtigkeit haben, gibt die Studie Teil-Antworten, insbesondere für die Zivilgesellschaft. Follow the Money (pdf)


22.02.2005 Millennium Project

Das Millennium Project - eine internationale Denkfabrik des American Council for the United Nations University in Washington D.C. - ist eines der anspruchsvollsten und größten Zukunfts-Projekte weltweit. Jerome C. Glenn, der Direktor dieses Projektes, ist der Überzeugung, dass zu ressourcenintensives und deshalb langfristig nicht aufrecht zu erhaltendes Wirtschaftswachstum eines der dringendsten Probleme unserer Zeit und eine ernsthafte Gefahr für das Überleben der Menschheit ist. In Anlehnung an den jüngsten Bericht des Millennium Projects State of the Future 2004 gibt es hier mehr Informationen zu diesem Projekt.


07.01.2005 Produktionsintegrierter Umweltschutz

Produktionsintegrierter Umweltschutz , das heißt: Optimierung des Ressourceneinsatzes, folglich eine finanzielle Entlastung des Unternehmens und eine Steigerung seiner Wettbewerbsfähigkeit. Vor dem Hintergrund steigender Rohstoffpreise findet dieser Ansatz , obwohl gar nicht neu - immer mehr Gehör.

Mit dem PIUS-Check werden die relevanten Stoffströme im jeweiligen Unternehmen erfasst, Einsparpotenziale werden erkannt und Vorschläge unterbreitet. In der Regel können die Betriebskosten deutlich gesenkt werden, zwischen zwei und acht Prozent. Kein revolutionärer Ansatz, aber ein guter. Laut Peter Jahns, dem Leiter der Effizienz-Agentur NRW, ist das Thema Ressourcen mittlerweile nicht nur in der Wirtschaft angekommen, er spricht von einem allgemeinen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft.

Lesen Sie hier das Interview mit Peter Jahns.


07.01.2005 Grünes Bruttoinlandsprodukt für China

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist eine Messgröße für den Geldwert aller produzierter Waren und Dienstleistungen. Je mehr das BIP wächst, desto besser soll es sein. Dabei werden auch Reparaturen, die lediglich einen vorherigen Zustand wieder herstellen oder der Rohstoffabbau, der das Vermögen eines Landes verringert, mitgezählt. Eine Verrechnung von Rohstoffverbrauch und Umweltschäden mit dem BIP wird daher seit vielen Jahren gefordert.

China Daily, die offizielle englischsprachige Tageszeitung Chinas berichtet in ihrer Ausgabe vom 3.12.2004 über die Einführung eines Green GDP,, eines grünen BIP in den nächsten 3 bis 5 Jahren in China. Dieses Green GDP soll in drei Schritten eingeführt werden. Zunächst werden die Mengen der im Wirtschaftsprozess Chinas verbrauchten natürlichen Ressourcen ermittelt. In einem zweiten Schritt wird der Umweltverlust quantifiziert. Beide Größen werden schließlich in einem dritten Schritt monetär bewertet und vom BIP abgezogen.

Lesen Sie hier den Artikel in der China Daily vom 3.12.2004


27.12.2004 Der Anti-Consultant Willy Bierter

Willy Bierter ist langjähriger Begleiter der Diskussionen um Faktor 4 und Faktor 10. Seine Themen sind breit gefächert: Dematerialisierung ebenso wie Serviceökonomie und die Zukunft der Arbeit; er ist ein Cross-Cutting-Denker...
... Bierters Art und Weise, Innovationsprozesse in Unternehmen zu begleiten hat viele Facetten: Es ist nicht nur die diskursive Grundhaltung, sondern auch der feste Blick auf die Bedürfnisse des Kunden, nicht zuletzt seine Position, Effizienzanstrengungen niemals zu Lasten der Beschäftigten und ihrer Arbeitsplätze zu unternehmen.

Lesen Sie hier das Interview mit Willy Bierter.

 


18.10.2004 Sieger R.I.O. Preis 2004: Solitem GmbH

Mit der Hitze der Sonne kühlen. Dieser scheinbare Widerspruch ist seit der Erfindung von Solarkollektoren eine Herausforderung für Erfinder und Ingenieure. Die Solitem GmbH hat diese Herausforderung gelöst.

Solitem GmbH
Informationen zu Preisträger und Anerkennungen


18.10.2004 Der ökologische Fußabdruck - Update

Der ökologische Fußabdruck einer Bevölkerung ist die Menge an produktiven Land- und Wasserflächen, die notwendig ist, die Ressourcen, die diese Menschen konsumieren, bereitzustellen und ihren Abfall aufzunehmen; dies alles bei gegebener Technologie. (Definition Global Footprint Network)
Im Bereich Wissenschaft > Methoden finden Sie den überarbeiteten Beitrag Der ökologische Fußabdruck sowie ein Interview mit Mathis Wackernagel.


18.10.2004 Ressourcenproduktivität durch Nutzungsintensivierung und Lebensdauerverlängerung

Vor fast 10 Jahren haben Walter Stahel und sein Institut für Produktdauer-Forschung in Genf eine wegweisende Studie verfasst: Für das Land Baden-Württemberg wurden knapp 300 Good-Practice Beispiele für nachhaltiges Wirtschaften untersucht. Alle diese Beispiele drehten sich im weitesten Sinne um Ressourcenproduktivität durch Nutzungsintensivierung oder Lebensdauerverlängerung.
10 Jahre später hat Stahel im Auftrag der Aachener Stiftung recherchiert, was aus den damals 300 vorbildlichen Beispielen geworden ist, ob sie noch am Markt vertreten sind oder nicht.
Herausgekommen ist die Studie Ressourcenproduktivität durch Nutzungsintensivierung und Lebensdauerverlängerung - 10 Jahre Good-Practice Beispiele. Die Ergebnisse sind durchaus bemerkenswert: Von 256 Firmen, die noch identifiziert oder deren Verbleib erforscht werden konnte, überlebten 62 %. Interessanterweise war die Überlebensrate im Business-to-Consumer Bereich größer als im Business-to-Business Sektor.
Die Studie ist im Verlag Book on Demand unter der ISBN-Nummer 3-8334-1957-1 für 20 Euro erhältlich.


29.09.2004 Materialeffizienzpreis 2004

Im Jahr 2004 schreibt das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) zum ersten Mal einen Materialeffizienzpreis für kleine und mittlere Unternehmen aus.
Informationen zur Ausschreibung finden Sie unter: www.materialeffizienz.de


23.07.2004 Neuerscheinung: Limits To Growth - The 30 Year Update

Die Grenzen des Wachstums, das einzige Buch, das die Grundlagen und Grundzüge des systemischen Denkens in Zukunftsszenarien setzt. Mögliche Wege, die die Menschheit wählen kann. Was die bessere Welt für alle ist, wird hier nicht aus subjektiver Einzelsicht bestimmt, sondern emotionslos vom Computer berechnet. Die langfristige Tragfähligkeit der Erde steht auf dem Programm. Nun erschienen mit aktuellen Daten, neuen Indices (ecological footprint, human welfare index) und letzten Entwicklungen.

Heute nach 32 Jahren liest sich das Buch erstaunlich modern. Die deutsche Ausgabe erscheint voraussichtlich im Winter 2004.

Es geht um das Freilegen globaler, dynamischer Trends eines komplexen Systems und nicht um zahlenmäßig präzise Vorhersagen einzelner Parameter, irgend einer Ressource zu irgend einem Zeitpunkt. Das ist von der Mehrzahl der Rezensenten nie so gesehen worden. Und diese negative Rezeptionsgeschichte haftet dem Buch seitem leider zu Unrecht an.

Die Grenzen des Wachstums ist eine Lern- und Lehrhilfe, nicht nur wegen des neuesten Zahlenmaterials, sondern weil das Computermodell das denken und verknüpfen kann, was unserem Verstand so schwer fällt.

Und unverändert heißt das unverzichtbare Schlüsselwort: Dematerialisierung.
Mehr zu Limits To Growth - The 30 Year Update erfahren Sie hier.


07.07.2004 NL setzt auf Ressourcenproduktivität

Vom 16. - 17. Juli treffen sich in Maastricht (NL) die europäischen Umweltminister. Ein Informal Environmental Council IEC). Im Mittelpunkt die Frage Wie kann die EU durch Innovationen im Bereich der Öko-Effizienz zur wettbewerbsfähigsten Region dieser Welt werden?

Dieses Ratstreffen wurde 6 Monate vorbereitet. U.a. erarbeiteten das Umweltministerium, das Wirtschaftsministerium und das Nationale Institut für Gesundheit und Umwelt ein aufschlussreiches Hintergrundspapier Clean, Clever and Competitive. Einberufen wurden dafür zusätzlich ein Beirat und ein Expertentisch. Im Mai 2004 fanden vorbereitend vier Workshops zu diesem Schwerpunkt statt, in London, Paris, Mailand und Budapest.

Es geht um eine Chance. Die Möglichkeiten ergreifen, die ökoeffiziente Innovationen liefern. Dafür werden politische Stragieen untersucht, die die treibenden Kräfte und die hinderlichen Barrieren genannt. Und es geht um die Instrumente, die Rolle von Subventionen, Steuern etc.

Weiterhin entstand die Website http://workshopsiec.imigo.nl/
Niederländisches Umweltministerium: http://www.vrom.nl
Positionspapier SERI et al.


28.05.2004 Erdlandung, Navigation zu den Ressourcen der Zukunft

Wir wollen auf den Mars und sollten doch zuerst einmal auf der Erde landen. Denn schon vor der eigenen Haustüre warten ungelöste ökologische und ökonomische Fragen: Wie viel Verbrauch verträgt der Planet? Wo greift der Mensch in natürliche Stoffströme ein, welche zusätzlichen Stoffströme setzt die Menschheit in Bewegung? Wie sind die Menschliche Gesellschaft und die Natur aneinander gekoppelt? Welche Ansätze gibt es, den Stoffaustausch, der Menschheit mit der Natur zu optimieren? Bringezus Buch zeigt, dass es auch in Zukunft möglich ist, gut zu leben und zu wirtschaften, wenn wir den Verbrauch natürlicher Ressourcen nachhaltig gestalten.

Stefan Bringezu: Erdlandung, Navigation zu den Ressourcen der Zukunft,
S. Hirzel Verlag 2004, ISBN 3-7776-1192-1

Prof. Dr. Stefan Bringezu
Stoffströme


28.05.2004 Der ökologische Rucksack

Ein T-Shirt wiegt eigentlich 15 kg, ein Computer ein paar Tonnen. Jedenfalls wenn man die Rohstoffe mitrechnet, die bei der Herstellung gebraucht wurden aber die nun nicht mehr im Produkt enthalten sind. Weil sie Abfall geworden sind, oder als Emissionen in die Luft gepustet wurden.

Auch Schmidt-Bleeks Buch mit seinen 230 Seiten hat einen ordentlichen ökologischen Rucksack. Aber es zeigt, wie es anders gehen kann: In 35 anschaulichen Beispielen belegen verschiedene Experten, wie Produkte und Dienstleistungen aussehen können ohne unter dem Gewicht ihres ökologischen Rucksacks zusammen zu brechen.

Friedrich Schmidt-Bleek (Hrsg.) Der ökologische Rucksack , Wirtschaft für eine Zukunft mit Zukunft, Hirzel Verlag 2004, ISBN 3-7776-1289-8

zur Person: Professor Dr. Friedrich Schmidt-Bleek