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News


09.02.2007 Uran und Kernenergie

Die Debatte um die Klimaänderungen bringt eine zumindest in Deutschland beinahe abgemeldete Energieform wieder in die Diskussion: Kernenergie.Ob diese Technologie in den nächsten 25 Jahren tatsächlich ein Ausweg aus der CO2-Falle bei der Energieerzeugung sein kann, hat die Energy Watch Group, eine Gruppe unabhängiger renommierter Wissenschaftler, untersucht.
Weitere Informationen zum Hintergrundpapier der Energy Watch Group finden Sie im Bereich Wissenschaft.


08.02.2007 Was verträgt unsere Erde noch?

Jill Jäger, Senior Researcher am Sustainable Europe Research Institute (SERI) in Wien, gibt in ihrem Buch Was verträgt unsere Erde noch, Einblicke in das überaus dynamische System Erde,, in die dort natürlicherweise stattfindenden Veränderungen. Der Mensch greift in diese komplexen Wirkungsmechanismen ein, meistens ohne die Auswirkungen seines Eingreifens verstanden zu haben. Dies führt zu nicht vorhergesehenen oder unerwünschten Auswirkungen. Sollen diese zukünftig verhindert werden, muss das System Erde mit all seinen komplex miteinander reagierenden Teilsystemen besser verstanden und in Entscheidungen berücksichtigt werden.

Mehr Informationen zu diesem Buch und der im Fischer Verlag erscheinenden Buchreihe von 12 führenden Wissenschaftlern erhalten Sie hier.


03.02.2007 IPCC veröffentlicht Bericht zum Klimawandel

Am 3. Februar 2007 hat das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) auf einer Pressekonferenz in Paris den 4. Assessment Report "Climate Change 2007" vorgestellt. Mehr als 2500 Experten und 800 Autoren aus 130 Staaten haben 6 Jahre geforscht. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass der Anstieg der globalen Durchschnittstemperaturen seit Mitte des 20. Jahrhunderts mit sehr großer  Wahrscheinlichkeit auf die beobachteten Anstiege der antropogenen Treibhausgas Konzentrationen zurückuzuführen ist. Auch wenn man der Summary for Policymakers das Ringen um abgeschwächte Formulierungen ansieht - schließlich ist dieses Dokument nicht von Wissenschaftlern sondern Politikern abgesegnet worden - so ist die zentrale Botschaft glasklar herausgearbeitet: Wenn nicht radikal gegengesteuert wird, droht der Wärmekollaps des Klimas. Ein "weiter so" führt im schlimmsten Fall bei weiterem schnellen Wirtschaftswachstums und Wachstum des Verbrauches an fossilen Brennstoffen (Emissionsszenario A1Fl) zu einer durchschnittlichen globalen Erwärmung von bis zu +6,4 °C (+4,0 °C  als wahrscheinlichsten Wert). Erst eine konsequente Dematerialisierung durch die drastische Steigerung von Material- und Energieeffizienz sowie schnelle Veränderungen der Industriestruktur hin zu einer Service- und Wissensgesellschaft können die Erwärmung auf schlimmstenfalls +2,9 °C (+1,8 °C als wahrscheinlichster Wert) beschränken. Ein starkes Plädoyer für Faktor X aus der Ecke der Klimawissenschaftler.


18.01.2007 Werden die Rohstoffe für Deutschland knapp?

Im Auftrag des BMWI wurde die Studie Trends der Angebots- und Nachfragesituation bei mineralischen Rohstoffen veröffentlicht. Sie kommt zu dem Schluss, dass die derzeitige Angebotsverknappung eher temporär ist und durch zyklisch ansteigende Investitionen in Exploration und Rohstoffgewinnung gemildert wird. Die Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen wird allerdings hoch bleiben. Weitere Informationen finden Sie im Bereich Wirtschaft.


04.01.2007 Heat - How to Stop the Planet Burning

George Monbiot zeigt in seinem im wahrsten Sinn umwerfenden Buch Heat mit welchen konkreten Mitteln Großbritannien bis 2030 seinen CO2 Ausstoß um 90% verringern könnte. Er beschreibt umwälzende Maßnahmen, die heutige Transport- und Energiesysteme total revolutionieren würden. Decarbonisierung verbindet sich automatisch hier mit Dematerialisierung. Das Bild einer neuen Gesellschaft entsteht. Radikal, penibel genau und verläßlich recherchiert, erstaunlich mutig.


29.11.2006 Stellungnahme zur Europäischen Ressourcenstrategie

 Eine Gruppe aus 14 Ländern des Netzwerkes der Europäischen Umweltagenturen legte kürzlich eine Stellungnahme zur Europäischen Ressourcenstrategie vor. Der Bericht plädiert für die Setzung quantitativer Ziele und eine absolute Reduzierung des Ressourcenverbrauchs in Anlehnung an das Faktor 10 Konzept. Diese eindeutige Position dürfte auch der Grund gewesen sein, warum die Stellungnahme nicht von allen Agenturen unterzeichnet wurde.

Kurzfassung der Stellungnahme (ppt Präsentation)
Positionspapier Delivering the sustainable use of natural resources

 


15.11.2006 Gabriel fordert New Deal für Wirtschaft, Umwelt und Beschäftigung

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel fordert in einem Memorandum zur Ökologischen Industriepolitik einen New Deal,, der in Deutschland langfristig Arbeitsplätze schaffen und den Wirtschaftsstandort sichern soll. Weitere Informationen zum New Deal.


15.11.2006 Energiepolitik und Macht

Energiethemen haben in den Medien Konjunktur. Das Nachrichtenmagazin SPIEGEL hat sich in der jüngsten Zeit intensiv mit den Themen Energie und Ressourcen befasst. Das hängt wesentlich an der Preissteigerung der vergangenen, ein, zwei Jahre. So sieht es Alexander Jung, Wirtschaftsredakteur beim SPIEGEL...

Der Verteilungskampf um Ressourcen insgesamt hat sich verschärft. Erich Follath, Politikredakteur beim SPIEGEL, sieht das Selbstbewusstsein der Länder, die über Energieressourcen verfügen, enorm gestärkt....

Lesen Sie hier ein Interview mit Alexander Jung und Erich Follath, den Herausgebern des Buches Der neue Kalte Krieg. Kampf um die Rohstoffe.


15.11.2006 Ressourceneffizienz

Das Wuppertal Institut veröffentlichte ein Hintergrundpapier zur Tagung des BMU und der IG Metall am 31.08.2006: Ressourceneffizienz - Innovationen für Umwelt und Arbeitsplätze
Botschaft: Die Handlungspotentiale sind enorm, eine Verdopplung der Ressourcenproduktivität ist möglich, wenn Politik und Wirtschaft diese Herausforderung annehmen.

Download Hintergrundpapier


31.10.2006 Neuauflage: Factor X and the EU

How to make Europe the most resource and energy efficient Economy in the World -
A Guidebook to Policies and Legislative Initiatives within the European Union

Eine klar gegliederte Übersicht der aktuellen Initiativen und Prozesse in der EU zu Ressourcenproduktivität und Energieeffizienz. Eine Hilfe für alle, die auf diesem Gebiet arbeiten, Politiker, NGO's etc. Ein Führer mit wertvollen Hinweisen, Links und Hintergründen. Ziel: Das Thema Ressourceneffizienz in seiner Bedeutung für Europa aufzeigen und seine Chancen im globalen Wettbewerb.

Download der aktualisierten Ausgabe, Stand November 2006


31.10.2006 Indikatoren für Ressourcennutzung Ressourcen, Indikatoren, SERI, Global Footprint Network, EU, EU Ebene

SERI und das Global Footprint Network erarbeiteten ein Informationspapier zu Indikatoren in der EU. Es entstand in Zusammenhang mit dem Consensus Statement zu Tracking Europe's Natural Resource Consumption, erläutert Vor- und Nachteile existierender Indikatorensets und betont die Wichtigkeit eines Headline Indicators auf EU Ebene.

Download: Resource Use Indicators in the European Union


31.10.2006 WISIONS

Das Projekt WISIONS des Wuppertal Institutes und der Schweizer Stiftung ProEvolution berät zu Energie- und Ressourceneffizienz und informiert über beispielhafte Projekte.


25.10.2006 Fußabdruck im Spiegel!

Mathis Wackernagels Ökologischer Fußabdruck ist endlich in den Massenmedien angekommen. Am 25.10.06 brachte Spiegel Online, eines der deutschen Leitmedien, einen Artikel über die anhaltende Überstrapazierung der natürlichen Systeme der Ökosphäre durch menschliches Tun.

Die Worte sind klar und unmissverständlich: Sollte sich der Trend fortsetzen, brauche die Menschheit im Jahr 2050 zwei Planeten, um ihren Ressourcenverbrauch zu decken. oder Solange unser Fußabdruck zu groß für die zur Verfügung stehende Fläche ist, wird die Menscheit ihre Lebensgrundlage zertrampeln. Und zwar so weit, dass im Jahr 2050 die Erde allein nicht mehr genug hergibt für die Menschen.

 


19.10.2006 Energie triggert Stoffströme

Erst wenn , billige , Energie zur Verfügung steht, können größere Stoffströme in Bewegung gesetzt werden. Das lässt sich historisch überzeugend zeigen: beim sozio-ökologischen Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft. Das Institute of Social Ecology (IFF) in Wien hat dies für Großbritannien und Österreich im Detail gezeigt. Vor der Industriellen Revolution bezogen Gesellschaften rund 90 % ihrer Energie aus Biomasse. Erst als mit der Kohle, und später mit Öl und Gas, fossile Reservoirs erschlossen wurden, als Energie in größerem Umfang und mit hoher Dichte zur Verfügung stand, wurde die Infrastruktur moderner Gesellschaften möglich: Straßen, Verkehrswege, Häfen; vor allem aber auch Städte, die nun mit Nahrungsmitteln und Energie versorgt werden konnten.

Dieser Zusammenhang , Energie triggert Stoffströme , ist für die Zukunft außerordentlich wichtig. Marina Fischer-Kowalski, die Leiterin des IFF, entwirft im Interview zwei Szenario-Familien: für billige und teure Energie.

 


13.10.2006 Reduce, Reuse, Recycle

Japan gilt als eines der Länder mit dem fortgeschrittensten Management von Stoffströmen. Dahinter steht ein Programm mit klaren Zielen für das Jahr 2010 und einer ebenso konsequenten wie pragmatischen Struktur auf nationaler wie kommunaler Ebene; Wirtschaft und Verbraucher sind ebenfalls Teil der Initiative. Sie trägt den Titel 3R: Reduce, Reuse, Recycle. Hier finden Sie weitere Informationen über die 3R-Initiative sowie ein Interview mit Yuichi Moriguchi, Direktor des Research Center for Material Cycles and Waste Management.


09.10.2006 R.I.O. Award 2006

Ende September wurde in Wien bereits zum vierten Mal der R.I.O. Award der Aachener Stiftung übergeben. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis wurde in 2 Kategorien für besonders ressourcenschonende Produkte sowie für Regionen vergeben. Die mit dem R.I.O. Award ausgezeichneten Produkte zeigen, wie Produkte in der Zukunft aussehen werden. Material- und Energiebedarf werden durch intelligente Konstruktion vermindert. Hirnströme statt Massenströme! Informationen zu einigen Preisträgern erhalten Sie im Bereich Systeminnovation


05.10.2006 Biomasse - die entscheidende Rohstoffbasis der Zukunft

Stefan Bringezu vom Wuppertal Institut ist einer der großen Experten, wenn es um die Empirie von Stoffen und deren Fluss durch gesellschaftliche und wirtschaftliche Systeme geht. Auf Grundlage dieses Wissens &gtWie es ist&lt liefert er entscheidende Hinweise zum &gtWie es sein soll&lt. Die Perspektive ist ein nachhaltiger Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur (Metabolismus): eine Ressourcenpolitik, die ihren Namen verdient.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Biomasse sowie ein Interview mit Stefan Bringezu.

Materializing Policies for Sustainable Use and Economy-wide Management of Resources.Wuppertal Paper No. 160


10.09.2006 Tracking Europe's Natural Resource Consumption

Diese übereinstimmende Erklärung der beteiligten Institutionen legt die Bedeutung von Stoffströmen in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung fest und fordert die Übernahme des Wertes Gesamtmaterialverbrauch als Hauptindikator für den Ressourcenverbrauch.
Tracking Europe's Natural Resource Consumption


31.08.2006 Biokunststoff

Warum macht man die vielen Millionen Plastiktüten, die man nur ein paar Stunden braucht, aber millionenfach, über Hunderte von Jahren in den Meeren dieser Welt treiben, nicht einfach so, dass sie zerfallen und zu Kompost werden? Das geht. Warum verschwendet man für Plastiktüten weiterhin wertvolles Öl, wenn man sie doch auch aus Pflanzenresten herstellen kann? Biokunststoff als Verpackungsmaterial ist in vielen Fällen sogar besser geeignet. Warum geschieht das bisher also nur in Ausnahmefällen? , Weil Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen derzeit noch teurer ist als petrochemisch gewonnener. Weil dieser Schwenk erhebliche Investitionen und damit Risiken erfordert. Nicht zuletzt, weil der Markt von Verpackungsmaterialien sehr kompliziert ist.
Lesen Sie mehr zum Thema Biokunststoff sowie ein Interview mit Hanswerner Mackwitz, Leiter des alchemia-nova Instituts für innovative Pflanzenforschung in Wien.


31.08.2006 Ressourceneffizienz , Innovation für Umwelt und Arbeit

Die IG Metall hat gemeinsam mit dem BMU auf einer Tagung am 31. August ein 10-Punkte-Programm zur Bedeutung der Ressourceneffizienz vorgelegt. IG Metall und BMU halten Ressourcenschutz und positive wirtschaftliche Entwicklung für miteinander vereinbar. Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands kann dauerhaft nur erhalten bleiben, wenn es gelingt, durch innovative und zukunftsfähige Produkte und Produktionsverfahren Märkte zu sichern und neu zu erschließen.

Beide Institutionen weisen darauf hin, dass zur Steigerung der Wettbewebsfähigkeit von Unternehmen seit langer Zeit die Lohnkosten gesenkt werden. Die wesentlich wichtigeren Materialkosten werden bislang wenig beachtet. Die Bundesregierung strebt eine Verdoppelung der Energie- und Rohstoffproduktivität bis 2020 an. Daher soll es von IG Metall und BMU mit größerer Durchsetzungskraft angegangen werden.

Dokumentation der Tagung