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News


15.08.2003 20 Wasserstoff-Mythen

Amory Lovins kritisiert alte und neue Vorurteile in der Debatte über eine kommende Wasserstoffwirtschaft. Wasserstoff- und Effizienzstrategie gehören zusammen.
Mehr dazu bei Amory Lovins.


15.08.2003 Wie lange gibt es noch Fisch im Meer?

Das Earth Policy Institute hat einen Abriss der weltweiten Fischbestände veröffentlicht.

  • Die Bestände der großen Raubfischarten , z.B. Tunfisch, Schwertfisch, Kabeljau, Heilbutt , ist in den vergangen 50 Jahren um rund 90 Prozent zurück gegangen.
  • Von 1950 bis 1988 hat die weltweite Fischproduktion ein stürmisches Wachstum hingelegt: von 19 Millionen auf 89 Millionen Tonnen insgesamt.
  • Seitdem stagniert die Fangmenge. 2001 waren es weltweit rund 92 Millionen Tonnen.
  • Die Grenze der Reproduktionsfähigkeit der Meere ist erreicht. Zum Teil wurde sie bereits überschritten. Beispielsweise die Krise und schließlich der komplette Zusammenbruch der Kabeljaufischerei vor Neufundland. Selbst nach zehn Jahren haben sich die Bestände noch nicht wieder erholt.
  • Das Earth Policy Institute diskutiert verschiedene Lösungsmöglichkeiten: Versuche, den Fischern selber die Verantwortung für die Fischgründe zu übertragen; die Einrichtung eines Systems von Schutzzonen mit vollständischem Fangverbot; bis hin zu einer Halbierung der jährlich angelandeten Fangmengen.

www.earth-policy.org/Updates/Update25.htm


15.08.2003 Ressourcenverbrauch in Europäischen Ländern

Die Erweiterungsländer müssen ihre Ressourcenproduktivität um den Faktor 5 steigern - heißt es in der neuen Studie des Wuppertal-Instituts.

Neue Studie des Wuppertal-Instituts für die Europäische Kommission: Resource Use in European Countries. Eine Ergänzung und Fortführung der groß angelegten Stoffstromanalysen. Neue Erkenntnisse:

  • Die Erweiterungsländer der Europäischen Gemeinschaft liegen beim Pro-Kopf-Verbrauch zwar unter dem durchschnittlichen Ressourcenverbrauchs der EU-15-Staaten , allerdings bei deutlich geringerem Wohlstand. Würden die neuen Staaten auf das Niveau der bisherigen Mitglieder kommen, müsste damit eine Steigerung der Ressourcenproduktivität um den Faktor 5 (!) einher gehen.
  • Eine langfristig angelegte Politik zur Ressourcenminderung ist bislang nicht zu erkennen. Zwar, so sagen die Autoren, belohnt der Markt bereits heute eine Steigerung der Ressourcenproduktivität, aber messbare Fortschritte, beispielsweise durch die Reduzierung der deutschen Kohleproduktion, waren eher Begleitumstände.
  • Business as usual wird den relativ konstanten aber zu hohen und nicht nachhaltigen Ressourcenverbrauch nicht verändern. Konkrete Management-Regeln für eine dematerialisierte Volkswirtschaft stehen noch aus.

http://europa.eu.int/comm/environment/natres/index.htm


15.08.2003 Wie lange haben wir noch Öl?

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit hat eine allgemein verständliche Dokumentation Reserven, Ressourcen und Verfügbarkeit von Energierohstoffen 2002 vorgelegt. Geologische Basisinformation. Wirtschaftliche und Fragen der Versorgungssicherheit werden eher gestreift.

Deutlich wird noch mal eine Verknappung des Angebots von Erdöl etwa ab dem Jahr 2015. Vor dem Hintergrund, dass die Entwicklungs- und Schwellenländer mit einem Bevölkerungsanteil von fast 80 % bislang nur ein Drittel des geförderten Erdöls verbrauchen, wird klar, was die Verknappung, also die Verteuerung von Öl für die Verteilung in Zukunft bedeutet.

Gute Darstellung von Grundsatzfragen: z.B. Reserven, und Ressourcen,, konventionelles und nicht konventionelles Erdöl.

Energiestudie 
BGR


15.08.2003 Leseempfehlung: Einfach intelligent produzieren.

Michael Braungart, Milliam McDonough: Einfach intelligent produzieren, cradle to cradle: Die Natur zeigt, wie wir die Dinge besser machen können. Berliner Taschenbuch Verlag 2003. Braungart und McDonough erläutern zum ersten Mal ausführlich ihren Ansatz öko-effektiver (nicht effizient!) Prozess- und Produktentwicklung.


02.07.2003 Schmidt-Bleek jetzt im O-Ton

Die ersten Soundfiles sind im Faktor X Portal. Bert Beyers hat das Interview mit Friedrich Schmidt-Bleek nach prägnanten Statements des Faktor 10 Vaters durchsucht. Die besten Ausschnitte finden sie hier.