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News


18.10.2005 Eine 5 WIN Situation - 3 Aachener Studien

Die drastische Steigerung der Ressourcenproduktivität ist aus vielen Gründen von zentraler Bedeutung. Sie ist wichtiger Bestandteil jeder Zukunftsstrategie. Eine Angleichung der Entwicklungs- und Schwellenländer an das Wohlstandsniveau der westlichen Industriegesellschaften ist mit derzeitiger Ressourcenproduktivität schlicht unmöglich.
Welche gesellschaftlichen Chancen bietet die Steigerung der Ressourcenproduktivität? Wie sind sie zu erschließen? Diesen Fragen gingen im Auftrag der Aachener Stiftung Experten in 3 Studien nach. Dazu wurde das gegenwärtig wohl leistungsfähigste volkswirtschaftliche Prognosemodell für Deutschland INFORGE/PANTA RHEI genutzt.
Lesen Sie hier mehr zum Thema.


18.10.2005 Neuerscheinung: Materialeffizienz

Die wirtschaftliche Entwicklung zwingt derzeit viele Unternehmen und die öffentliche Hand zu sparen. Ursache sind sinkende Einnahmen, einbrechende Umsätze und schwankende Rohstoffpreise. Sparmaßnahmen setzen oft am Kostenpunkt Personal an, obwohl bei Energie- und Materialkosten ebenfalls erhebliche Einsparungs- und Innovationspotentiale liegen. Ein Blick in die Praxis zeigt, dass es viele gute Beispiele zu einer möglichen Realisierung gibt. Von einer systematischen Umsetzung der Idee Materialeffizienz kann in der Wirtschaft und im Beschaffungswesen - auch der öffentlichen Hand - allerdings noch keine Rede sein.
Materialeffizienz - Potenziale bewerten, Innovationen fördern, Beschäftigung sichern
Christa Liedtke, Timo Busch (Hrsg.), ISBN 3-936581-81-9


20.07.2005 J. Göppel, J. Pfeiffer: Konjunktur durch Natur

Wege zu mehr Beschäftigung mit marktwirtschaftlicher Umweltvorsorge
Die Organisationsmuster der Natur bieten überraschende Orientierungshilfen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise. In Rückbesinnung auf die ordnungspolitischen Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft schlagen die Autoren detaillierte Maßnahmen vor, die Innovationen beim Einsatz von Energie und Rohstoffen begünstigen. Dadurch wird Deutschland zu einer wirtschaftlichen Dynamik zurückfinden, die endlich auch wieder neue Arbeitsplätze entstehen lässt. Das Ziel dieser Arbeit ist es, die dafür notwendige konkrete Diskussion in Gang zu setzen.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Dematerialisierung bei der CDU/CSU und ein Interview mit Josef Göppel.


27.06.2005 Transition Management

René Kemp von der Universität Maastricht erläutert das Zusammenwirken von Ökonomie und Ökologie in Betrieben unter dem Slogan clean, clever, competitive. 30 Jahre nachsorgenden Umweltschutzes und ungeliebter Reglementierungen für die Umwelt sind für ihn genug. Es bedarf neuer Strukturen zum Wohle aller. Die müssen mit einer Langfristperspektive geschaffen werden und zwar in Kooperation von Betrieben, Investoren, Staat, Wissenschaftlern, Konsumenten und Erziehern. Dabei geht es hauptsächlich um drei Innovationsbereiche: Technik, Organisation und Präsentation. Ökonomie und Ökologie können unter dem Gesichtspunkt der Wettbewerbsfähigkeit zum Verkaufsschlager werden.

Weiterhin stellt Kemp sein Konzept zur Findung langfristiger gesellschaftlicher Ziele und Visionen da. Er nennt es Transition Management. Dies ist ein Politikinstrument zum Management von langfristigen Systemveränderungen und -übergangen. Die Zukunft ist ungewiss, die Lösungen für Probleme vielschichtig, komplex und dauernden Önderungen unterworfen - in dieser Situation hat Kemp diese Art darwinistisches Modell von Selektion und Evolution entworfen, das es immerhin inzwischen zum offiziellen Politikinstrument der Niederlande gebracht hat.

Interview René Kemp


24.06.2005 Ressourcenleichter Wirtschaften - Materialeffizienz steigern - Triebkräfte für den Wirtschaftsaufschwung

Gesamtwirtschaftlich ergeben sich aus der zunehmenden Verbreitung leichterer Produktionsweisen auf zwei Ebenen positive Impulse: Eine Strategie, die den Material- und Energieeinsatz durch innovativere Alternativen ersetzt stärkt zum einen die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen (bzw. europäischen) Wirtschaft, indem sie Kosten senken und /oder Zukunftsmärkte früh besetzen kann. Rohstoffarme Länder wie Deutschland vermindern gleichzeitig ihre Abhängigkeit von Rohstoffimporten und damit ihre Verwundbarkeit durch globale wirtschaftliche Entwicklungen. Die steigenden Preise auf den Welt-Rohstoffmärkten liefern hierzu zusätzliche Anreize. Damit werden Arbeitsplätze erhalten und staatliche Haushalte durch höhere Steuereinnahmen und geringe Sozialtransfers entlastet. Zum anderen vermindert eine ressourcenleichtere Wirtschaftsweise die hohen gesellschaftlichen Kosten ungelöster Umweltprobleme relativ zu einer Fortschreibung des Status Quo.

Autoren: Christoph Erdmenger, Dr. Hartmut Fischer, Götz von Stumpfeldt
Download Studie


24.06.2005 Report Europe 2005: The Ecological Footprint

WWF und Global Footprint Network haben ihren Bericht Europe 2005: The Ecological Footprint an den Präsidenten der EU Kommission Jos© Manuel Barroso übergeben. Dieser Bericht soll Grundlage der neuen Nachhaltigkeitsstrategie der EU werden. Er weist darauf hin , dass Europa 20% der natürlichen Ressourcen für 7% Anteil an der Weltbevölkerung nutzt. Der Ressourcenverbrauch der Europäer ist laut der Studie seit 1961 um fast 70% gestiegen. Download Report


24.06.2005 Unternehmen für Ressourcenschutz

Das Programm Unternehmen für Ressourcenschutz unterstützt Hamburgs Unternehmen beim effizienten Einsatz von Ressourcen. Es richtet sich an alle Hamburger Industrie- und Gewerbebetriebe, Produktions- und Handwerksfirmen sowie Dienstleistungsunternehmen. Das Programm umfasst finanzielle Förderung, gezielte Beratungen sowie Informationsangebote zu ressourcenschonenden Maßnahmen und Techniken.

Ziele des Programms sind:
- Reduzierung der CO2-Emissionen
- Effizienter Einsatz von Ressourcen wie Energie, Wasser und Rohstoffen
- Senkung der Betriebskosten in den Unternehmen
- Sicherung des Wirtschaftsstandortes Hamburg und der örtlichen Lebensqualität


19.05.2005 Fair Future - Ein Report des Wuppertal Instituts

Ein Dutzend Wissenschaftler des Wuppertal Instituts - Naturwissenschaftler, Ökonomen, Juristen und Philosophen - haben gerade unter der Leitung von Dr. Wolfgang Sachs und Tilman Santarius den Report Fair Future - Begrenzte Ressourcen und globale Gerechtigkeit veröffentlicht.

Ölkrise, Wasserkonflikte, schwindende Ernährungssicherheit - die Botschaften von knappen Ressourcen häufen sich. Gleichzeitig wächst die Weltbevölkerung weiter und immer mehr Nationen (wie etwa Indien oder China) fordern ihr unbestreitbares Recht auf Entwicklung ein. Angesichts einer schon jetzt überforderten Biosphäre wird der Kampf um die knappe Natur die Krisen des 21. Jahrhunderts mitbestimmen. Dieses Buch, verfasst von Fachleuten des international renommierten Wuppertal Instituts, liefert eine Analyse der Konfliktlagen, entwirft Perspektiven einer Politik der Ressourcengerechtigkeit und umreißt die wichtigsten Elemente einer globalen Umwelt- und Wirtschaftspolitik, die gleichermaßen der Natur wie dem Menschen verpflichtet ist.


24.02.2005 Ressourcenstrategie der Europäischen Union

Die Ressourcenstrategie der EU soll im Sommer 2005 vorliegen. Sie beinhaltet signifikante Önderungen von Produktions- und Verbrauchsstrukturen sowie in der Bewirtschaftung von natürlichen Ressourcen. Verschiedene Mitgliederstaaten der EU haben sich an kleineren Ressourcenprojekten versucht und an vielen Orten der Welt arbeiten Wissenschaftler daran, die Daten und das nötige Wissen über die gewaltigen Stoffströme zu erarbeiten. Ende Januar 2005 hat die Brüsseler Administration einen Rundruf in die beteiligten Länder abgeschlossen. Fazit: Die Idee eines nachhaltigen Stoffstrommanagementes ist allgemein akzeptiert. Lesen Sie hier mehr zum Thema.


24.02.2005 Happiness

Richard Layard von der London School of Economics und Mitglied des House of Lords publizierte gerade sein neues Buch "Happiness". Einer Gesellschaft, die Kaufkraft hat geht es gut. Das ist die ökonomische Lehrmeinung, die Layard ketzerisch in Frage stellt.


24.02.2005 Living Planet Report 2004

Wie ist es um den Zustand des Planeten Erde bestellt? Genauer gesagt: um den Zustand der Natur im Verhältnis zum stets wachsenden Naturkonsum des Menschen? Auf diese Frage gibt der Living Planet Report 2004 des World Wide Fund For Nature (WWF) eine Antwort.

Die gesamte Menschheit strapaziert den Globus bereits deutlich über, um 20 Prozent. Demgegenüber zeigt der Living Planet Index von 1970 bis 2000 einen Verlust der natürlichen Substanz um 40 Prozent. Substanzverlust der Natur einerseits und Übernutzung andererseits stehen in direktem Verhältnis: das zentrale Ergebnis des Living Planet Report.
Mehr Informationen zum Living Planet Report und Living Planet Index erhalten Sie hier.


24.02.2005 Preisträger Materialeffizienzpreis 2004

Im September 2004 hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) zum ersten Mal einen Materialeffizienzpreis für kleine und mittlere Unternehmen ausgeschrieben. Der Preis ist Teil des Impulsprogramms Materialeffizienz, des BMWA, das insbesondere diese Unternehmen dazu anregen soll, die Kostensenkungspotentiale einer verbesserten Materialeffizienz zu nutzen. Der mit 10.000 Euro je Preisträger dotierte Preis wurde im Dezember 2004 vergeben.

Informationen zu den Preisträgern erhalten Sie hier:

Zelenka GmbH (Logistik)
Artmann Consult (Dienstleistung)
Deutsche Gumtec AG (Chemie)
Nano Tech Coatings (Metallverarbeitung)
Forster Bau (Baustoffe)


23.02.2005 Follow the Money - A Guide to Monitoring Budgets and Oil and Gas Revenues

Eine interessante Studie der Soros-Foundation. Ausgehend von der Frage, warum insbesondere rohstoffreiche Länder Probleme mit ihrem Budget, mit Korruption und hoher sozialer Ungerechtigkeit haben, gibt die Studie Teil-Antworten, insbesondere für die Zivilgesellschaft. Follow the Money (pdf)


22.02.2005 Millennium Project

Das Millennium Project - eine internationale Denkfabrik des American Council for the United Nations University in Washington D.C. - ist eines der anspruchsvollsten und größten Zukunfts-Projekte weltweit. Jerome C. Glenn, der Direktor dieses Projektes, ist der Überzeugung, dass zu ressourcenintensives und deshalb langfristig nicht aufrecht zu erhaltendes Wirtschaftswachstum eines der dringendsten Probleme unserer Zeit und eine ernsthafte Gefahr für das Überleben der Menschheit ist. In Anlehnung an den jüngsten Bericht des Millennium Projects State of the Future 2004 gibt es hier mehr Informationen zu diesem Projekt.


07.01.2005 Produktionsintegrierter Umweltschutz

Produktionsintegrierter Umweltschutz , das heißt: Optimierung des Ressourceneinsatzes, folglich eine finanzielle Entlastung des Unternehmens und eine Steigerung seiner Wettbewerbsfähigkeit. Vor dem Hintergrund steigender Rohstoffpreise findet dieser Ansatz , obwohl gar nicht neu - immer mehr Gehör.

Mit dem PIUS-Check werden die relevanten Stoffströme im jeweiligen Unternehmen erfasst, Einsparpotenziale werden erkannt und Vorschläge unterbreitet. In der Regel können die Betriebskosten deutlich gesenkt werden, zwischen zwei und acht Prozent. Kein revolutionärer Ansatz, aber ein guter. Laut Peter Jahns, dem Leiter der Effizienz-Agentur NRW, ist das Thema Ressourcen mittlerweile nicht nur in der Wirtschaft angekommen, er spricht von einem allgemeinen Bewusstseinswandel in der Gesellschaft.

Lesen Sie hier das Interview mit Peter Jahns.


07.01.2005 Grünes Bruttoinlandsprodukt für China

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist eine Messgröße für den Geldwert aller produzierter Waren und Dienstleistungen. Je mehr das BIP wächst, desto besser soll es sein. Dabei werden auch Reparaturen, die lediglich einen vorherigen Zustand wieder herstellen oder der Rohstoffabbau, der das Vermögen eines Landes verringert, mitgezählt. Eine Verrechnung von Rohstoffverbrauch und Umweltschäden mit dem BIP wird daher seit vielen Jahren gefordert.

China Daily, die offizielle englischsprachige Tageszeitung Chinas berichtet in ihrer Ausgabe vom 3.12.2004 über die Einführung eines Green GDP,, eines grünen BIP in den nächsten 3 bis 5 Jahren in China. Dieses Green GDP soll in drei Schritten eingeführt werden. Zunächst werden die Mengen der im Wirtschaftsprozess Chinas verbrauchten natürlichen Ressourcen ermittelt. In einem zweiten Schritt wird der Umweltverlust quantifiziert. Beide Größen werden schließlich in einem dritten Schritt monetär bewertet und vom BIP abgezogen.

Lesen Sie hier den Artikel in der China Daily vom 3.12.2004


27.12.2004 Der Anti-Consultant Willy Bierter

Willy Bierter ist langjähriger Begleiter der Diskussionen um Faktor 4 und Faktor 10. Seine Themen sind breit gefächert: Dematerialisierung ebenso wie Serviceökonomie und die Zukunft der Arbeit; er ist ein Cross-Cutting-Denker...
... Bierters Art und Weise, Innovationsprozesse in Unternehmen zu begleiten hat viele Facetten: Es ist nicht nur die diskursive Grundhaltung, sondern auch der feste Blick auf die Bedürfnisse des Kunden, nicht zuletzt seine Position, Effizienzanstrengungen niemals zu Lasten der Beschäftigten und ihrer Arbeitsplätze zu unternehmen.

Lesen Sie hier das Interview mit Willy Bierter.


18.10.2004 Sieger R.I.O. Preis 2004: Solitem GmbH

Mit der Hitze der Sonne kühlen. Dieser scheinbare Widerspruch ist seit der Erfindung von Solarkollektoren eine Herausforderung für Erfinder und Ingenieure. Die Solitem GmbH hat diese Herausforderung gelöst.

Solitem GmbH
Informationen zu Preisträger und Anerkennungen


18.10.2004 Der ökologische Fußabdruck - Update

Der ökologische Fußabdruck einer Bevölkerung ist die Menge an produktiven Land- und Wasserflächen, die notwendig ist, die Ressourcen, die diese Menschen konsumieren, bereitzustellen und ihren Abfall aufzunehmen; dies alles bei gegebener Technologie. (Definition Global Footprint Network)
Im Bereich Wissenschaft > Methoden finden Sie den überarbeiteten Beitrag Der ökologische Fußabdruck sowie ein Interview mit Mathis Wackernagel.


18.10.2004 Ressourcenproduktivität durch Nutzungsintensivierung und Lebensdauerverlängerung

Vor fast 10 Jahren haben Walter Stahel und sein Institut für Produktdauer-Forschung in Genf eine wegweisende Studie verfasst: Für das Land Baden-Württemberg wurden knapp 300 Good-Practice Beispiele für nachhaltiges Wirtschaften untersucht. Alle diese Beispiele drehten sich im weitesten Sinne um Ressourcenproduktivität durch Nutzungsintensivierung oder Lebensdauerverlängerung.
10 Jahre später hat Stahel im Auftrag der Aachener Stiftung recherchiert, was aus den damals 300 vorbildlichen Beispielen geworden ist, ob sie noch am Markt vertreten sind oder nicht.
Herausgekommen ist die Studie Ressourcenproduktivität durch Nutzungsintensivierung und Lebensdauerverlängerung - 10 Jahre Good-Practice Beispiele. Die Ergebnisse sind durchaus bemerkenswert: Von 256 Firmen, die noch identifiziert oder deren Verbleib erforscht werden konnte, überlebten 62 %. Interessanterweise war die Überlebensrate im Business-to-Consumer Bereich größer als im Business-to-Business Sektor.
Die Studie ist im Verlag Book on Demand unter der ISBN-Nummer 3-8334-1957-1 für 20 Euro erhältlich.