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Die Überwindung der Fläche: Energiesysteme von Agrar- & Industriegesellschaft

22.01.2009

Das England des 18. Jahrhunderts ist die Wiege der industriellen Revolution. Seitdem hat die technische Entwicklung einen Aufschwung sondergleichen genommen, die Weltbevölkerung wuchs rapide. Ohne industrielle Revolution keine moderne Gesellschaft, mit all ihren Folgen.

Damals, in England, entstand aber nicht nur ein bis dahin unbekanntes technisches System, die gesamte Zivilisation wurde auf ein neues energetisches Fundament gestellt. Während die Agrargesellschaft des Mittelalters ihre Energie beinahe ausschließlich von der Sonne bezog, wurde und wird die Industriegesellschaft überwiegend von fossiler Energie gespeist. Energie im Überfluss – ein Menschheitstraum ging in Erfüllung. Wenn Energie nämlich knapp ist, ist alles knapp. Über Jahrtausende bestand der Alltag der meisten Menschen aus Armut und Hunger. Dagegen sind die Lebensbedingungen in den entwickelten Ländern heute geradezu paradiesisch.

Mehr Energie führt zu größerem Ressourcenverbrauch. Das sieht man vor allem im Bereich der Mobilität. Schiff, Bahn, Auto und Flugzeug machen es möglich. Seit dem Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft ist der stoffliche Austausch zwischen Mensch und Natur (Metabolismus) geradezu explodiert. Die Folgen sind heute, 200 Jahre später, mehr als offensichtlich: vom Klimawandel bis zur allgemeinen Ressourcenknappheit.

Zum Verständnis der heutigen Probleme ist ein Blick auf den epochalen Wandel zu Zeiten der industriellen Revolution unerlässlich. Die Wechselwirkung von Energie- und Stoffströmen ist dabei von zentraler Bedeutung.

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