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Radikale Dematerialisierung durch Nanotechnologie
Nanowissenschaften befassen sich mit Strukturen, deutlich kleiner als sie im Alltag wahrnehmbar sind. Ein Nanometer ist der Milliardste Teil eines Meters, damit entspricht er etwa dem 50 000stel des Durchmessers eines menschlichen Haars. Neue Verfahren auf dem Weg einer Verkleinerung derzeitiger Mikrosysteme weisen den Weg in die Nano-Welt („Nano“ griech.: Zwerg).
Allerdings, erst wenn es gelingt, diese atomare und molekulare Dimension sicher zu beherrschen, entstehen neue Anwendungen in der Energietechnik (Brennstoffzellen, Batterien, Solarzellen, Gasspeicher, etc. ), Umwelttechnik (Materialkreisläufe, Entsorgung, Reinigung, etc. ) sowie der Informationstechnik (hochdichte Speicher, leistungsfähige Prozessoren, etc. ), aber auch der Gesundheit und des Alterns. Die ersten Nano-Produkte, etwa die Zündkerze, die deutlich länger hält, sind bereits auf dem Markt.
Die Welt des Ultra-Kleinen eröffnet Möglichkeiten einer radikalen Dematerialisierung. Beispielsweise in der Elektronik, der Informations- und Speichertechnologie, wenn die kleinste Informationseinheit, ein Bit, von einem einzelnen Atom geschaltet werden kann.
Die Nanotechnologie gilt als ein Schlüssel zum 21. Jahrhundert. Weltweit wird beträchtlich in die Forschung investiert.
Axel Zweck leitet die Abteilung Zukünftige Technologien beim VDI-Technologie-Zentrum in Düsseldorf . Seit mehr als zehn Jahren begleitet er die Forschungsaktivitäten in Deutschland und wirft einen Blick in die Zukunft.



