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Wirtschaft

Eine Steigerung der Energie- und Materialeffizienz in der deutschen Wirtschaft um 20 % bringt bis zu 1.000.000 neue Arbeitsplätze. Das zeigen wissenschaftliche Untersuchungen. Voraussetzung wäre eine breite Implementierung von Effizienz-Know-how, insbesondere in kleine und mittlere Unternehmen. Gleichzeitig stiege die Produktivität der Firmen. Und damit Gewinn und Wettbewerbsfähigkeit. Würde man mit einem entsprechenden Programm Unternehmen flächendeckend fit machen, die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft insgesamt würde gewinnen, das Wachstum weiter zulegen – ohne Anstieg des Ressourcenverbrauchs.

Tatsächlich geschieht so etwas bereits seit geraumer Zeit. Insbesondere größere Unternehmen verfügen längst über das entsprechende Wissen, sie kennen die Material- und Energieströme im Haus ebenso wie die ihrer Zulieferer; auch die Nutzungsphase ihrer Produkte und Dienstleistungen haben sie im Blick.

In FAKTOR X soll die Wirtschaft selber zu Wort kommen, genauer: die so genannten Green Consultants. Darunter sehr prominente wie Amory Lovins vom Rocky Mountains Institute oder John Elkington aus London, die über Jahrzehnte Erfahrungen in den unterschiedlichsten Unternehmen und Branchen gesammelt haben. FAKTOR X hat aber auch eher kleine und mittelgroße Unternehmen und ihre Berater im Blick, darunter Willy Bierter aus der Schweiz und die Effizienz-Agentur des Landes Nordrhein-Westfalen.

Das Spektrum der Methoden in der Steigerung der Ressourcenproduktivität reicht von der einfachen Optimierung im Produktionsprozess, z.B. Energieeinsparung, bis hin zu gänzlich neuen Businessmodellen, die auf Dienstleistungen und Leasing setzen. Genau dort endet oft der Bewegungsspielraum der Wirtschaft. Hemmnisse, die dem entgegenstehen, sind juristischer, politischer und kultureller Natur.