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News


13.09.2010 Sicherheitspolitik und Peak Oil

Was da Mitte August 2010 aus dem Dezernat Zukunftsanalyse der deutschen Bundeswehr publiziert wurde, kann man getrost als Kanonenschlag bezeichnen. Auf knapp 100 Seiten analysiert der Bericht „Peak Oil – Sicherheitspolitische Implikationen knapper Ressourcen“ ziemlich schonungslos die systemischen Konsequenzen aus einem dauerhaften Absinken der Fördermenge beim Erdöl. Der Bericht stellt fest, dass „eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Peak Oil bereits um das Jahr 2010 zu verorten ist“ und „Erdöl in absehbarer Zukunft nicht mehr den zu erwartenden Bedarf decken kann“. Die Politik soll für die sicherheitspolitischen Konsequenzen und komplexen Wirkungszusammenhänge sensibilisiert werden, die weit über ein bloßes Ansteigen der Energiepreise hinausgehen.Die Studie untersucht die Folgen von Peak Oil in zwei Szenarien. Lesen Sie hier weiter


08.09.2010 Was wird aus der Tiefseebohrung?

Die Ölkatastrophe im Golf vom Mexiko war eine Demonstration der Hilflosigkeit. Über ein Vierteljahr sah sich BP nicht in der Lage, das Bohrloch im Golf von Mexiko, das die Explorationsplattform Deepwater Horizon hinterlassen hatte, zu schließen. Damit ist die Förderung von Öl aus der Tiefsee aber nicht erledigt – im Gegenteil. Leicht zu förderndes Öl ist knapp. Heute liefert die Offshore-Förderung bereits ein Drittel des globalen Rohölangebots – teuer und risikoreich. Während das Ölfeld, das die Deepwater Horizon angebohrt hat, vergleichsweise klein ist, sind vor Brasilien ungleich größere Ölfelder in 7000 Meter Tiefe entdeckt worden. Angesichts von Peak Oil, dem Förderhöhepunkt von Öl, und weltweit steigender Nachfrage haben Tiefseebohrungen eine wachsende Bedeutung.
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02.08.2010 Ankündigung der Konferenz "Ressourceneffizienz -
Motor für ein Grünes Wachstum" am 5.10.2010 in Berlin

"Ressourceneffizienz - Motor für ein Grünes Wachstum"
– politische Perspektiven und neue wissenschaftliche Erkenntnisse


Natürliche Ressourcen sind die Basis unserer Wirtschaft. Sie nachhaltig zu nutzen, ist eine der großen Herausforderungen einer ökologischen Modernisierungspolitik. 

Knappe Ressourcen, die dadurch ausgelösten internationalen Konflikte, steigende Ressourcenpreise und Importabhängigkeit, die mit der Ressourcennutzung verbundenen ökologischen sowie sozialen Probleme, Verteilungsfragen zwischen den Generationen ... dies sind nur einige der Gründe, warum wir uns intensiver mit dem Thema Ressourcen auseinandersetzen müssen. Mit den begrenzten Ressourcen nachhaltig umzugehen, ist deshalb eine der großen Herausforderungen. Das heißt in erster Linie, sie sorgsam und effizient zu nutzen. Doch kann eine Wirtschaft, die weniger Ressourcen verbraucht, noch wachsen? Ein Grünes Wachstum strebt genau dies an. Es fördert Technologien, Produkte und Dienstleistungen, die den Ressourcenverbrauch minimieren ohne dabei Qualität oder Wohlstand zu senken. Ressourceneffizienz als Motor für Grünes Wachstum ist der zentrale Ansatzpunkt.

Vier Jahre Forschung für Materialeffizienz und Ressourcenschonung
Die Ergebnisse aus dem MaRess-Projekt liegen vor

Um diese Chancen besser zu nutzen und die Steigerung der Ressourceneffizienz politisch gezielter zu unterstützen, haben das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt das Forschungsprojekt "Materialeffizienz und Ressourcenschonung" (MaRess) beauftragt. Mehr als drei Jahre lang haben 31 Projektpartner unter der Leitung des Wuppertal Instituts Potenziale zur Ressourceneffizienzsteigerung ermittelt, zielgruppenspezifische Politikansätze ausgearbeitet sowie deren Wirkung abgeschätzt. Außerdem wurde die Umsetzung begleitet und Vorschläge entwickelt, wie die Ressourceneffizienzidee besser kommuniziert werden kann. Die Ergebnisse des MaRess-Projekts liegen nun vor und sollen bei der Konferenz vorgestellt und mit den Teilnehmer/-innen aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft diskutiert werden.

Veranstalter: BMU / UBA / Wuppertal Institut (Federführung MaRess-Projekt)

Website zur Konferenz


31.03.2010 Parlamentarischer Abend der Aachener Stiftung Kathy Beys

Ressourceneffizienz für die postkarbone Gesellschaft - Wettbewerbsvorteile für Deutschland

Material- und Ressourcenkosten sind mit Abstand der größte Kostenblock in der produzierenden Wirtschaft. In der konsequenten Senkung dieser Kosten liegt im Hochlohnland Deutschland ein großes Potenzial für die Steigerung der Produktivität und damit der Wettbewerbsfähigkeit. Zugleich ist für die mittel- bis langfristig erforderliche Reduktion der Treibhausgasemissionen ein Rückgang der Materialströme erforderlich. Wachstum – aber mit Schrumpfung des Ressourcenverbrauchs.Dazu sind veränderte Rahmenbedingungen notwendig – eine Herausforderung für die Politik.

Vor 50 Abgeordneten, Mitarbeitern der Ministerien und anderen Gästen hat die Stiftung in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin Wettbewerbsvorteile für Deutschland durch eine nationale Ressourcenstrategie vorgestellt. Dr. Stefan Bringezu, Prof. Dr. Bernd Meyer und Prof. Dr. Harry Lehmann hielten die Impulsvorträge.

Präsentationen

Dr. Stefan Bringezu: Ressourcen ohne Ende? Grenzen und Ziele für den globalen und nationalen Ressourcenverbrauch

Prof. Dr. Bernd Meyer: Gesamtwirtschaftliche Wirkungen des Klima- und Ressourcenschutzes auf nationaler und europäischer Ebene

Prof. Dr. Harry Lehmann: Anforderungen an eine nationale Ressourcenstrategie


09.02.2010 Filme vom World Resources Forum Davos

Was Rang und Namen hat in der internationalen Ressourcen-Community war Ende 2009 beim World Resources Forum in Davos. Die Aachener Stiftung hat die Gelegenheit genutzt, einige Teilnehmer vor die Kamera zu bitten. Das Ergebnis sind 12 Filme, die - hoch verdichtet - die Thesen der Gesprächspartner herausarbeiten.  Zu den Videos


30.10.2009 Sustainable Growth and Resource Productivity

Economic and Global Policy Issues
Nachhaltiges Ressourcenmanagement ist ein zentrales Element für eine zukunftsfähige Entwicklung. Aber auch für technischen Fortschritt und Wirtschaftswachstum ist die Verfügbarkeit von Ressourcen ein entscheidender Faktor. Das Buch untersucht die Themen Rohstoffversorgung und Ressourcennutzung im globalen Zusammenhang. Die Beiträge bieten die neuesten Erkenntnisse hinsichtlich der Verfügbarkeit von Rohstoffen und diskutieren Faktoren wie die Nachfrage, auch die der Schwellenländer, sowie die Verknappung einiger Ressourcen und deren Folgen für die Wirtschaft. Es werden neue Perspektiven im Hinblick auf nachhaltiges Wachstum in Schwellenländern untersucht sowie Möglichkeiten und Erfahrungen mit einer Entkopplung von wirtschaftlichem Wachstum und Ressourcennutzung. Zudem bietet das Buch länderübergreifende Vergleiche, vor allem mit Blick auf aufstrebende Schwellenländer. Insbesondere China steht im Fokus mit seiner inländischen Energie-, Klima- und Ressourcenpolitik, aber auch im Hinblick auf seine zunehmenden Aktivitäten auf dem afrikanischen Kontinent.

Raimund Bleischwitz, Paul J. J. Welfens, Zhong Xiang Zhang (Hrsg.):
Sustainable Growth and Resource Productivity - Economic and Global Policy Issues
Greenleaf Publishing, Sheffield, 2009; 360 Seiten; ISBN 978-1-906093-28-0


30.10.2009 Sustainable Resource Management

Global Trends, Visions and Policies
Die Materialströme und Stoffumsätze in Industrie und Gesellschaft und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft machen deutlich, dass neue intelligente Wege bei der Nutzung natürlicher Ressourcen nötig sind, die es erlauben, den Wohlstand zu maximieren ohne dabei die natürlichen Lebensgrundlagen zu zerstören. Das Buch erläutert in diesem Zusammenhang die elementaren zukünftigen Anforderungen an nachhaltiges Ressourcenmanagement. Diese Anforderungen können jedoch auch als große Chance für Innovationen und neuartiges institutionelles Handeln betrachtet werden. Eine Herausforderung dabei ist, Ressourcenproduktivität und nachhaltiges Ressourcenmanagement von einer regionalen und sektoralen auf eine internationale Ebene zu heben. Das Buch "Sustainable Resource Management", das auf intensiver Forschungsarbeit des Wuppertal Instituts basiert, richtet sich unter anderem an die EU und nationale Regierungsinstanzen, Forschungsinstitutionen, Unternehmen und NGOs.

Stefan Bringezu, Raimund Bleischwitz:
Sustainable Resource Management - Global Trends, Visions and Policies
Greenleaf Publishing, Sheffield, 2009; 338 Seiten; ISBN 978-1-906093-26-6


15.10.2009 Die Energiewende aus Stoffstromsicht

Die Energiewende ist möglich – der gesamte Energiebedarf der Menschheit kann mit regenerativen Techniken gewonnen werden. Das ist die These von Harry Lehmann, er leitet den Fachbereich 1 (Umweltplanung und Nachhaltigkeitsstrategien) beim Umweltbundesamt. Mit Windkraftanlagen und Parabolrinnenkraftwerken stehen bereits erprobte Technologien zur Verfügung. Für einen zukünftigen Technologiemix ist es jedoch sinnvoll, Innovationen auf anderen Technologiefeldern voranzutreiben. Ein Stoffstrommanagement für die Energiewende ist nach Harry Lehmann durchaus machbar.
Zum Interview


09.09.2009 Ressourcenkonflikte

Selten oder nie sind natürliche Ressourcen der einzige Grund für politische Spannungen und gewaltsame Auseinandersetzungen. Politische und historische Zusammenhänge sind viel-
schichtig. Aber klar ist ebenso, dass in den vergangenen Jahrzehnten der Zugriff auf Ressourcen immer wichtiger geworden ist. Das zeigt sich bei Aufständen, Kriegen und Bürgerkriegen weltweit. Sei es im Kongo, das über große Vorkommen von Hightech-Metallen verfügt oder in Haiti, das durch die Zerstörung seiner Wälder dem ökologischen Kollaps nahe ist oder in Darfur, wo der Klimawandel sich in ethnische Spannungen und einen brutalen Völkermord übersetzt. 

Das Konfliktpotenzial wird in Zukunft weiter zunehmen. Eine steigende Weltbevölkerung und die wirtschaftliche Aufholjagd bevölkerungsreicher Schwellenländer sind die maßgeblichen Treiber für eine steigende Nachfrage nach Energie und Rohstoffen im 21. Jahrhundert.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Ressourcenkonflikte und zur Entwicklung im Kongo, in Haiti und Darfur.


11.08.2009 Fährt das Auto der Zukunft elektrisch?

Derzeit gibt es auf der Erde rund 500 Millionen Autos. Die Anzahl könnte sich bis zum Jahr 2030 noch einmal vervierfachen.  Würde die Motorisierung ungebremst weitergehen, würde allein der Autoverkehr von 1995  bis 2030 etwa die Hälfte der heute bekannten Welt-Erdölreserven verbrauchen. Mittlerweile ist den großen Spielern in der Automobilindustrie klar, dass ein Business as usual nicht funktionieren kann. Drei Dinge sprechen dagegen: Erstens die Klimaproblematik, der sich auch die Autoproduzenten stellen müssen. Zweitens die allgemeine Abhängigkeit von fossilen Ressourcen und insbesondere peak oil: Nach dem Förderhöhepunkt könnte Erdöl so teuer werden, dass es für einen Massenmarkt gar nicht mehr tauglich ist. Und drittens die Zunahme des Individualverkehrs in Schwellenländern wie China, Indien, Brasilien oder Indonesien. Autos, wie wir sie heute kennen, gehen an diesem Markt einfach vorbei.Damit steht die Automobilindustrie vor einem gewaltigen Umbruch. War es vor zehn Jahren die Brennstoffzelle, auf die sich alle Hoffnungen richteten, so ist es aktuell die Elektromobilität.

Lesen Sie hier  den Artikel "Fährt das Auto der Zukunft elektrisch?" mit Originaltönen und Präsentationsfolien von diversen Experten. 


07.07.2009 Loremo - Sieht so das dematerialisierte Auto der Zukunft aus?

Loremo  steht für LOW RESISTANCE MOBILITY, für Mobilität mit möglichst geringem Widerstand. Ein futuristisch anmutendes Auto, sehr leicht, flach wie ein Lamborghini, in der Basisversion motorisiert mit 28 PS, dadurch auch der geringe Benzinverbrauch von zwei Litern auf 100 Kilometern, aber auch ganz schon flott: 170 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit. Am Loremo kann man an alle Dimensionen eines ressourcenextensiven und nachhaltigen Individualverkehrs studieren: angefangen bei dem niedrigen Luftwiderstand (deshalb auch das ungewöhnliche Design), dem Leichtbaukonzept (vorbildlich die tragende Struktur des Automobils), der geringen Antriebsenergie (durch konventionelle Treibstoffe, aber auch Elektro) nicht zuletzt der Auswahl der verwendeten Rohstoffe (mit möglichst kleinem ökologischen Rucksack). Damit wird der Loremo eine Ausnahmeerscheinung auf dem Fahrzeugmarkt sein. Im Jahr 2011 soll das ultraeffiziente Auto zu kaufen sein. Der Vater des Loremo heißt Ulrich Sommer. Im  Interview erläutert er die Konstruktionsgeschichte.


18.06.2009 Schlüsseltechnik Lithium-Ionen-Akkumulator

Der Lithium-Ionen-Akkumulator ist eine ausgesprochen flexible Technologie. Materialien in unterschiedlicher Kombination kommen dabei zum Einsatz. Sollte der Verbrennungsmotor in absehbarer Zeit ausgemustert und die globale Fahrzeugflotte mehr und mehr elektrisch angetrieben werden, wächst dem Lithium-Ionen-Akku eine Schlüsselrolle zu. 

Wie sieht dieser Übergang von der Ressourcenseite her aus? Wie steht es mit der Verfügbarkeit von Lithium, Kobalt, Nickel oder Kupfer? Wie könnte die Recyclierung der Materialien organisiert werden? Mit diesen Fragen befasst sich die deutsche Innovationsallianz Lithium-Ionen-Batterie – LIB 2015 aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Lesen Sie hier mehr über die künftige Entwicklung der Akkumulator-Technik und ein Interview mit Prof. Dr. Martin Winter, Sprecher der LIB 2015. 


27.05.2009 Seltene Metalle für die Hightech-Industrie – Konflikte sind vorgezeichnet

Ob LCD-Displays, Elektroautos oder Handys, für alle diese Produkte sind spezielle Metalle notwendig. Gallium, Neodym oder Indium sind bereits heute stark im Kommen. In Zukunft wird die Nachfrage noch deutlich steigen. Schwellenländer wie China wissen, dass sie ihre Exporte langfristig nicht mit Billigprodukten bestreiten können. Deshalb rüsten sie sich, die Hightech-Märkte des 21. Jahrhunderts zu besetzen.

Knappheiten bei seltenen Metallen resultieren in den folgenden Jahren weniger aus einer Erschöpfung der Lagerstätten, sondern aus monopolartig organisierten Märkten. Am Beispiel Neodym, das für starke Magneten in Elektromotoren gebraucht wird, wird deutlich, dass die Massenproduktion von Elektrofahrzeugen keineswegs gesichert ist. Konflikte sind vorgezeichnet.

Lesen Sie mehr zum Thema in der neuen Rubrik Ressourcen.


08.04.2009 Der Bumerangeffekt

Der Bumerangeffekt (rebound effect) ist eine historische Realität. Effizienzgewinne werden durch ihn immer wieder aufgezehrt. Damit spricht der Bumerangeffekt jedoch nicht gegen die Dematerialisierung. Im Gegenteil: Ein effizienter Einsatz von Ressourcen ist wichtiger denn je. Nur so kann man aus weniger Natur mehr Produkte und Dienstleistungen gewinnen. Der Bumerangeffekt spricht allerdings gegen einen allzu naiven Glauben an den technischen Fortschritt (technology fix). Technik bringt zwar eine relative Entkoppelung von Wirtschaftswachstum und Naturverbrauch. Aber nur die absolute Entkoppelung, die Begrenzung und langfristig ein Weniger an Ressourcenverbrauch, helfen wirklich weiter. Dafür braucht es gesellschaftliche Innovationen: ökonomischer, sozialer und kultureller Natur.
Lesen Sie hier weiter.


22.01.2009 Die Überwindung der Fläche: Energiesysteme von Agrar- & Industriegesellschaft

Das England des 18. Jahrhunderts ist die Wiege der industriellen Revolution. Seitdem hat die technische Entwicklung einen Aufschwung sondergleichen genommen, die Weltbevölkerung wuchs rapide. Ohne industrielle Revolution keine moderne Gesellschaft, mit all ihren Folgen.

Damals, in England, entstand aber nicht nur ein bis dahin unbekanntes technisches System, die gesamte Zivilisation wurde auf ein neues energetisches Fundament gestellt. Während die Agrargesellschaft des Mittelalters ihre Energie beinahe ausschließlich von der Sonne bezog, wurde und wird die Industriegesellschaft überwiegend von fossiler Energie gespeist. Energie im Überfluss – ein Menschheitstraum ging in Erfüllung. Wenn Energie nämlich knapp ist, ist alles knapp. Über Jahrtausende bestand der Alltag der meisten Menschen aus Armut und Hunger. Dagegen sind die Lebensbedingungen in den entwickelten Ländern heute geradezu paradiesisch.

Mehr Energie führt zu größerem Ressourcenverbrauch. Das sieht man vor allem im Bereich der Mobilität. Schiff, Bahn, Auto und Flugzeug machen es möglich. Seit dem Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft ist der stoffliche Austausch zwischen Mensch und Natur (Metabolismus) geradezu explodiert. Die Folgen sind heute, 200 Jahre später, mehr als offensichtlich: vom Klimawandel bis zur allgemeinen Ressourcenknappheit.

Zum Verständnis der heutigen Probleme ist ein Blick auf den epochalen Wandel zu Zeiten der industriellen Revolution unerlässlich. Die Wechselwirkung von Energie- und Stoffströmen ist dabei von zentraler Bedeutung.

Lesen Sie hier mehr zum Thema.


29.10.2008 Faktor X - Eine dritte industrielle Revolution

Die radikale Entkopplung von wirtschaftlichem Wachstum und Verbrauch von Ressourcen, der effizientere Umgang mit unseren endlichen Rohstoffen sowie deren Ersatz durch nachwachsende Rohstoffe sind zentrale Elemente einer ökologischen Industriepolitik für das 21. Jahrhundert. Das betonte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel zum Auftakt der 3. Innovationskonferenz, zu der das Bundesumweltministerium Vertreter der Wirtschaft, der Gewerkschaften, der Wissenschaft und der Verbände eingeladen hatte.

Die Konferenz  stand unter dem Thema "Faktor X. Eine Dritte Industrielle Revolution". Die rund 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten nicht nur die Frage, welche Herausforderungen die zu bewerkstelligende Effizienzrevolution an die Wirtschaft stellt. Die Konferenz widmete sich auch den gesellschaftlichen und sozialen Folgen, da der Einsatz von Effizienztechnologien und ein schonender Umgang mit Ressourcen nicht nur die Märkte, sondern auch die Lebensgewohnheiten verändern werden.

Download der Publikation des BMU
"Die dritte industrielle Revolution - Aufbruch in ein ökologisches Jahrhundert - Dimensionen und Herausforderungen des industriellen und gesellschaftlichen Wandels

Download des Diskussionspapiers des BMU
"Ökologische Industriepolitik - Nachhaltige Politik für Innovation, Wachstum und Beschäftigung"


14.07.2008 World Resources Forum gegründet

Die Ressourcenfrage ist – wie die Entwicklung der Weltwirtschaft - von globaler Bedeutung. Trotzdem gibt es bislang noch keine unabhängige internationale Plattform, auf der Wissenschaftler, Ingenieure, Ökonomen und Politiker über realistische Politikoptionen diskutieren, durch die globales nachhaltiges Wachstum erreicht werden kann.

Ziel des World Resources Forum ist es, die gegenwärtig auf die Emission von Treibhausgasen verengte Diskussion zu weiten und Themen wie den globalen Ressourcenverbrauch und die Ressourcenproduktivität zurück auf die politische Agenda zu bringen.

Das erste World Resources Forum wird am 16. September 2009 in Davos abgehalten.


30.06.2008 Wirtschaftministerium Baden-Württemberg

Für kleine und mittlere Betriebe, insbesondere das Handwerk, wurde das Internetportal www.umweltschutz-bw.de vom Informationszentrum für Betrieblichen Umweltschutz (IBU) des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg unter Mitwirkung der Wirtschaftsorganisationen erstellt. U.a. wird das Thema Ressourcenmanagement angesprochen.
Mit Hilfe dieser ständig gepflegten und aktuell gehaltenen Plattform erhalten hier unterschiedliche Branchen eine umfassende Wissens- und Entscheidungsgrundlage.


19.06.2008 NEU von SERI

Es gibt jetzt vom Sustainable Europe Research Institute (SERI) ein Visualisierungstool der weltweiten Ressourcenextraktion. Die Datenlage reicht von 1980 bis 2005 und umfasst 200 Länder. Der Benutzer kann so spezifische Landkarten zum jeweilig von ihm spezifizierten Ressourcenverbrauch selbst erstellen.


14.05.2008 CO2-Card - Emissionsquoten als marktwirtschaftliches Instrument zum Klimaschutz

Klimawandel ist ein Symptom des ungehemmten Ressourcenverbrauchs, der bislang mit unserer Produktions- und Lebensweise verbunden ist.

Klimatologen und Systemwissenschaftler appellieren, den Umbau der Wirtschaft spätestens bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts zu gestalten. Oder künftige Generationen werden unkontrollierbarer Folgen der globalen Erwärmung zu tragen haben. Das von der Bundesregierung Ziel einer Reduktion der CO2 Emissionen um 40% bis 2020 ist mit den derzeit beschlossenen Einzelmaßnahmen nicht erreichbar.

Wir brauchen verlässliche marktwirtschaftliche Instrumente aus einem Guss: Maßnahmen, die CO2 Reduktion ins finanzielle Interesse auch der Bürger bringen. Die Ausdehnung des jetzigen Emissionshandels auf den privaten Bereich könnte hier ein entscheidender Schritt sein.

Die Aachener Stiftung hat im Mai 2008 zur Veranstaltung "Die CO2 Card - Emissionsquoten als marktwirtschaftliches Instrument zum Klimaschutz" in der Britischen Botschaft in Berlin eingeladen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer: Download