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News


20.12.2011 factorY Magazin neu erschienen!

Relaunch brandneu: factory – Magazin für Nachhaltiges Wirtschaft

Die Aachener Stiftung, die Effizienzagentur NRW und das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie geben dieses Magazin gemeinsam heraus. Es erscheint einmal pro Quartal ausschließlich im Netz. Wenn Sie dieses Magazin kostenlos abonnieren wollen, schreiben Sie uns bitte eine Email.


28.11.2011 Gunter Pauli & die Blue Economy

Gunter Pauli spricht sieben Sprachen, er ist Buchautor, Vortragsreisender, Pädagoge, vor allem aber ist er der Repräsentant der Blue Economy. Ein Wirtschaftskonzept, von dem es weltweit mittlerweile eine Reihe von Anwendungen gibt. Der Anspruch lautet: bessere Qualität zu geringeren Preisen. Es geht darum, die Grundbedürfnisse aller Menschen zu befriedigen, und zwar mit dem, was lokal zur Verfügung steht.

Die Blue Economy ist nicht allein aus der Theorie heraus zu verstehen, sie lebt von Beispielen und Erfahrungen. Immer geht es um eine ganzheitliche Sicht der Dinge, um kluge Synergien und Verbindungen unterschiedlicher Ebenen, der Ressourcen, der Preise, der Arbeitswelt, wie sie auf den ersten Blick nicht unmittelbar zu erkennen sind. Eine vernetzte Produktionswelt unter Einbeziehung von Pflanzen, Tieren, Pilzen, Algen und Bakterien. Lohnend ist der Blick auf ein dreiminütiges Video zum Thema Blue Economy.

Im Interview spricht Gunter Pauli darüber, wie sein eigenes Denken entstanden ist, auf welche Hindernisse er in der Kommunikation mit großen Unternehmen stößt und welche Hoffnungen und Befürchtungen ihn umtreiben.


21.11.2011 Ankündigung
8. Netzwerkkonferenz am 28.11.2011 in Berlin

Impulse seitens europäischer und internationaler Politik haben dem Thema Ressourceneffizienz 2011 zusätzliche Dynamik gegeben. Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit sollen von intelligenter Ressourcennutzung abhängen, d.h. Wirtschaftswachstum und Ressourcenverbrauch müssen entkoppelt werden.

In der 8. Netzwerkkonferenz "Ressourceneffizienz in Politik und Wirtschaft" sollen aktuelle Maßnahmen zur Erhöhung der Ressourceneffizienz vorgestellt und diskutiert werden. Ein neues Element ist die Präsentation von Beispielen aus einzelnen Branchen.

Der Vormittag steht unter dem Zeichen neuer Aktivitäten seitens der Politik. Die neue Ressourceneffizienz-Kampagne wird vorgestellt. Das Deutsche Ressourceneffizienzprogramm (ProgRess) wird intensiv mit Gästen diskutiert. Der Nachmittag steht ganz unter dem Motto Umsetzung von Ressourceneffizienz: in verschiedenen Branchen und bei Kleinen und Mittleren Unternehmen.

Zudem werden zwei Studien „Mehr Wohlstand – weniger Ressourcen“ sowie „Treiber und Hemmnisse bei der Umsetzung von Ressourceneffizienz-Maßnahmen“ erstmalig öffentlich vorgestellt.

Das Programm und die Anmeldung finden Sie unter www.netzwerk-ressourceneffizienz.de


13.10.2011 Schwerpunkt Wachstum Teil III

Den Schwerpunkt zum Thema Wachstum beschließen wir mit einem einordnenden Text. Zum Teil III  


06.09.2011 Schwerpunkt Wachstum Teil II

Im zweiten Teil der Wachstumsdiskussion auf Faktor X stellen wir drei Vertreter mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten und Perspektiven vor: Meinhard Miegel, Vandana Shiva und Franz Josef Radermacher. Dabei spielen Fragen der Kultur und der Globalisierung hinein. Weiter


25.08.2011 Parlamentarischer Abend: Wachstumsimpulse und Resilienz durch Ressourceneffizienz

Bei einigen gerade für Deutschland strategisch wichtigen Ressourcen werden Knappheiten erkennbar, zum Beispiel bei seltenen Erden. Versorgungsengpässe gleich welcher Ursache können bei diesen Ressourcen negative Auswirkungen auf die deutsche Hochtechnologie-Wirtschaft haben.

Materialkosten haben in der produzierenden Wirtschaft die Personalkosten längst hinter sich gelassen. Der effiziente Umgang mit Ressourcen steigert daher die Resilienz und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

Die Bundesregierung hat die Herausforderung angenommen und entwirft eine Rohstoffeffizienzstrategie. Der inzwischen publizierte Entwurf ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, kann aber aus Sicht der Stiftung noch verbessert werden. 

Wo sind aus Expertensicht noch Änderungen am Entwurf der Ressourceneffizienzstrategie zielführend? Wie kann Deutschland zum Weltmeister bei der Ressourceneffizienz gemacht werden und sich damit strategische Vorteile auf den Weltmärkten sichern?

Um diese Fragen geht es bei unserem Parlamentarischen Abend am 28. September 2011 um 19 Uhr im Hotel Adlon am Pariser Platz in Berlin. Download Einladung


04.08.2011 Schwerpunkt Wachstum Teil I

Wirtschaftlicher Erfolg oder Misserfolg wird gemessen in der Steigerung des Bruttoinlandsprodukts. Eine Wirtschaft, die nicht mit-wächst, verliert. Gleiches gilt für Unternehmen. Ob Arbeitsplätze, Steuereinnahmen, Währungsstabilität – Wachstum ist die Antwort auf fast alle politischen Sorgen.

Gleichzeitig wächst das Unbehagen mit der Wachstumsideologie. Ein jährliches Wachstum von 3 Prozent bedeutet rechnerisch eine Verdoppelung aller Güter und Dienstleistungen alle 23 Jahre, eine Vertausendfachung alle 234 Jahre. Kein Individuum, keine Spezies, nichts und niemand ist in der Lage, unendlich zu wachsen.

Global befinden wir uns in einer Wachstumsphase ohne gleichen. Über die nächsten Jahrzehnte wird die Weltbevölkerung von derzeit knapp sieben Milliarden auf neun bis zehn Milliarden anwachsen. Zugleich befinden sich die Schwellen- und Entwicklungsländer in einer beispiellosen Aufholjagd. Milliarden Menschen haben den einen Wunsch, sich aus bitterer Armut herauszuarbeiten und zu bescheidenem Wohlstand zu kommen.

Dabei sind die ökologischen Grenzen des Planeten bereits überschritten (Link Wackernagel). Kein Wunder also, dass der Wachstumskurs in Frage gestellt wird. Zumindest in Europa. Für einige ist materielles Wachstum gleichbedeutend mit sinnentleertem Konsumismus. Worauf es ankommt, sei eine Besinnung auf die regionalen Ressourcen und die eigenen Fähigkeiten, so argumentiert etwa der Ökonom Niko Paech, einer der Fürsprecher einer Postwachstumsökonomie. Und er hat gute Argumente, dass die Dematerialisierung mit Blick auf die Wachstumsthematik nicht die Lösung aller Lösungen sein kann. Ähnlich sieht es Uwe Schneidewind, der Präsident des Wuppertal Instituts. Für ihn ist die Wachstumsfrage verknüpft mit der Entwicklung neuer Wohlstandsmodelle, gerade für uns, für die Bewohner der frühindustrialisierten Länder.

Denn die Entwicklung der Güter und Dienstleistungen auf diesem Planeten ist ja nicht rückläufig – im Gegenteil! Damit der gegenwärtige Wachstumsschub nicht im ökologischen Kollaps endet, ist eine gleichzeitige dramatische Verringerung des Energie- und Rohstoffdurchsatzes unabdingbar. Europas historische Aufgabe liegt darin, voranzugehen und Wege in eine ökologische Industriegesellschaft zu erkunden.

Faktor X wird die Debatte in den kommenden Monaten vertiefen. Zunächst werden wir Vertreter der Wachstumsdiskussion zu Wort kommen lassen. Den Abschluss bilden eine Analyse und ein Ausblick. Lesen bzw. hören Sie im Originalton die Beiträge von Elmar Altvater, Tim Jackson und Ralf Fücks.


08.06.2011 Ankündigung 7. Netzwerkkonferenz am 27.06.2011 in Berlin

In Zukunft ressourceneffizient? 2011 - Agenda Setting für die Ressourcenwende

Die Notwendigkeit eines nachhaltigen Umgangs mit natürlichen Ressourcen wird national und international zunehmend erkannt und ist Schwerpunkt politischer Ziele und Programme in 2011. Politik und Unternehmen haben sich schon auf den Weg in eine ressourcenleichte Zukunft gemacht. Im öffentlichen Bewusstsein und Diskurs ist die Ressourcenproblematik noch zu wenig angekommen  eine breite gesellschaftliche Debatte wird bislang kaum geführt. Wie auch bei der Klimaproblematik wird dabei eines deutlich: ohne gesellschaftlichen Rückhalt sind in demokratischen Systemen grundlegende strukturelle und gesellschaftliche Veränderungen nur schwer möglich. Wie gestalten wir also die Ressourcenwende?

Am Vormittag stehen laufende und geplante Aktivitäten von und für Unternehmen im Mittelpunkt. Das anschließende politische Panel informiert Sie über die aktuellen politischen Entwicklungen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.

Neben den politischen und unternehmerischen Entwicklungen stehen am Nachmittag die  Voraussetzungen gesellschaftlicher Transformationsprozesse und Good Practice Beispiele der
gesellschaftlichen Verbreitung des Themas Ressourceneffizienz im Mittelpunkt.

Das Programm sowie alle wichtigen Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.


01.06.2011 Wohlstandsmodelle der Zukunft

Ein Rauchverbot, wie es sich in Deutschland durchgesetzt hat, wäre vor wenigen Jahren mehrheitlich als Gängelung empfunden worden. Mittlerweile regt sich kaum noch jemand darüber auf. Für Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts, ist das Rauchverbot ein Beispiel demokratisch legitimierter Selbstbeschränkung. Ein interessantes Modell, das man auch in anderen Politikfeldern anwenden sollte.

Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Institutes, ist ein Verfechter der Experimentierkultur, wie sie im technologischen Bereich längst Realität ist. Warum, so fragt er, sollte man nicht auch in der Sozial- und Umweltpolitik entsprechend vorgehen? Ausdrücklich empfiehlt er regional begrenzte Tests, um Erfahrungen zu sammeln: beispielsweise mit Formen des bedingungslosen Grundeinkommens.

Das Thema Dematerialisierung sieht Schneidewind mehrdimensional. Die technische Seite gehört für ihn ebenso dazu wie die Suche nach neuen Zivilisations- und Wohlstandsmodellen. Technik alleine hält er nicht für geeignet, die Effizienzrevolution soweit fortzutreiben, dass die Reduktion von Klimagasen, wie sie das Intergovernmental Panel on Climate Change fordert, gelingen könnte. Auch in diesem Punkt steht Schneidewind dem Konzept einer Postwachstumsökonomie nahe.

Zum Interview


26.04.2011 Die Große Transformation

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen WBGU hat ein bemerkenswertes Gutachten vorgelegt: "Welt im Wandel. Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation". Was die Autoren sich zum Ziel gesetzt haben, ist nichts Geringeres als eine klimaverträgliche und nachhaltige Weltwirtschaftsordnung aufzuzeigen – und den Weg dorthin. Der Fokus liegt dabei auf der Klimafrage. Stoffströme, wie sie bei jeder Energiegewinnung, in jeder Stadt, bei jeder Landnutzung anfallen, sind nicht Gegenstand der Studie. Sie steht ganz in der Tradition der WBGU-Untersuchungen zum Klimawandel – und kommt zu grundlegenden Ergebnissen, für die das Wort Revolution nicht zu groß gewählt ist.

Zum Artikel


04.04.2011 World Resources Forum 2011

Das WRF versteht sich als wissensbasierte unabhängige, internationale Plattform für die Debatte über den globalen Ressourcenverbrauch und fördert dialogorientiert Innovationen für mehr Ressourcenproduktivität. Die Zielgruppe sind dabei Akademiker, Politiker, forschungsorientierte Praktiker, Nachhaltigkeitsverantwortliche in Unternehmen, Berater und andere Fachleute im Bereich der nachhaltigen Entwicklung sowie Nachwuchsführungskräfte und engagierte Studenten und Doktoranden.  Zur Website des WRF


31.03.2011 Mehr Mut beim Klimaschutz - Plädoyer für einen persönlichen Emissionshandel

Eindämmung der Emission von Treibhausgasen, Rückgang des Verbrauchs fossiler Treibstoffe: zwei Seiten der selben Medaille. Die  Ziele sind gesetzt. Bis 2050 sollen die Emissionen um 80-85% sinken, der Verbrauch fossiler Treibstoffe muss bis dahin längst um ähnliche Größenordnungen reduziert sein, schließlich steht der Förderhöhepunkt von Öl vor der Tür – oder ist bereits überschritten. Ein halbherziger Mix aus Ordnungspolitik, Anreizsystemen und freiwilligen Vereinbarungen soll nun den Verbrauch fossiler Treibstoffe und damit auch die CO2-Emissionen sinken lassen. Nicht nur Skeptiker bezweifeln das. Es ist daher an der Zeit für eine andere Politik.

Im Buch "Mehr Mut beim Klimaschutz - Plädoyer für einen persönlichen Emissionshandel" werden verschiedene Maßnahmen beschrieben und diskutiert, den Ausstoß von Treibhausgasen durch die kostenlose Ausgabe von Emissionsrechten auch an Personen zu deckeln – als Ergänzung oder Ersatz des Europäischen Emissionshandelssystems. Und mit der Garantie, bis 2050 wirklich bei einer Reduktion der CO2-Emissionen von 80-85% anzukommen.

Autor des Buches ist Klaus Dosch von der Aachener Stiftung Kathy Beys. Die Beiträge stammen von Richard Starkey, David Fleming, FEASTA, Ludwig Schuster und Arne Jungjohann. Das Buch ist im März 2011 bei Books on Demand erschienen.

Inhalte


10.03.2011 Fact Sheet "Measuring Resource Extraction"

Der Abbau von Rohmaterialien zieht den Verbrauch von Ressourcen wie Boden nach sich, Abraum und betriebliche Rückstände bleiben übrig. Auch die Nahrungsmittelproduktion verursacht riesige ungenutzte Materialströme. Ressourcen, die in der Produktion eingesetzt, in Haushalten konsumiert oder für andere Zwecke genutzt werden, sind untrennbar mit dem Verbrauch ungenutzter Ressourcen verbunden. Bei der Messung der Ressourcenproduktivität sind diese ungenutzten Ressourcen angemessen zu berücksichtigen.

Die Aachener Stiftung Kathy Beys hat in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen das Fact Sheet "Measuring Resource Extraction" mit Fakten zum ungenutzten Verbrauch von Ressourcen erstellt. Das Fact Sheet (bisher nur in englischer Sprache, aber bald auch in deutsch) finden Sie hier.


07.02.2011 Postwachstumsökonomie

Niko Paech, Wirtschafts-Professor an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg,  kritisiert scharf die Dematerialisierung und nennt sie eine technologisch unterfütterte Ersatzreligion. Gleich, ob man es Entkoppelung oder Green New Deal nennt, die Strategie führt seiner Ansicht nach nicht  zu einer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise. Das Zwei-Grad-Ziel im Klimabereich hält er unter dem Vorzeichen der Dematerialisierung für nicht erreichbar. Niko Paech plädiert vielmehr für eine Postwachstumsökonomie.

Zunehmende Engpässe in der Ressourcenversorgung setzen nach Paech die langen und verzeigten Versorgungsketten einer globalisierten Ökonomie unter Stress. Peak oil  oder sogar peak everything, eine Verknappung und Verteuerung zum Beispiel von High tech-Metallen, könnten zum Zerbrechen der so genannten Fremdversorgung führen. Dagegen setzt Paech eine Ökonomie mit ausgeprägtem Subsistenz-Sektor und regionale Ökonomie.

Bereits heute sei es wichtig, entsprechende Versuche und „Übungen“ zu unternehmen. Paech verweist beispielsweise auf Gemeinschaftsgärten in den USA. Eine Postwachstumsökonomie, wie sie ihm vorschwebt, würde zu einer deutlichen Verkleinerung des industriellen Sektors führen. Entsprechend würde der Einzelne nur noch etwa halb so viel Zeit mit Erwerbsarbeit zubringen wie heute.

In der Kommunikation seiner Thesen ist Niko Paech die eigene Praxis, der persönliche Lebensstil äußerst wichtig. Man könne nicht Wasser predigen und Wein trinken, sagt er.

Lesen Sie mehr im Interview.


03.02.2011 Seerecht und marine Ressourcen

The Tragedy of the Commons – so lautet der Titel eines Aufsatzes des Ökologen Garrett Hardin aus dem Jahr 1968. Es ist der meistzitierte Artikel des renommierten Wissenschaftsjournals Science Magazine und beschreibt die Folgen eines „freien“, besser gesagt: ungeregelten Zugangs zu natürlichen Ressourcen. In den Ozeanen der Welt ist das Thema von besonderer Bedeutung. Rund die Hälfte der Menschheit ist in ihrer Versorgung mit Eiweiß auf die Fischerei angewiesen. Die Offshore-Förderung von Öl und Gas spielt eine zunehmende Rolle. Der nächste Schritt ist die Gewinnung von mineralischen Ressourcen aus dem Meer. Welche juristischen Regeln liegen vor? Wie steht es mit der Umsetzung? Und welche Lösungsmöglichkeiten zeichnen sich ab?

Die Ansprüche an marine Ressourcen finden eine Entsprechung im Seerecht, wie es über Jahrhunderte entstanden ist. Es schließt unterschiedliche juristische Ordnungsprinzipien ein. Erstens, das Regime der Nationalstaaten und deren Zugriff auf Küstengewässer und Festlandsockel. Ein Thema, das in der Arktis derzeit von großen Interesse ist. Dort wird ein Drittel aller förderbaren Erdöl- und Gasvorkommen vermutet. Zweitens, die Fischerei auf Hoher See folgt dem Prinzip: first come, first serve. Das gilt interessanterweise nur in der Wassersäule. Auf dem Tiefseeboden nämlich herrscht ein Regime, das nach den Grundsätzen eines Weltgemeinschaftsguts organisiert ist. Die zuständige UN-Behörde vergibt Explorations- und Förderlizenzen (z.B. für erzhaltige Manganknollen) dergestalt, dass die Interessen von Entwicklungsländern berücksichtigt werden.

Einzelheiten im Interview mit Prof. Dr. Alexander Proelß von der Universität Trier.


24.11.2010 Netzwerkkonferenz "Ressourceneffizienz erfolgreich umsetzen"

Netzwerkkonferenz "Ressourceneffizienz erfolgreich umsetzen!
Welche Erfolgsfaktoren helfen dabei?"

Dass Ressourceneffizienz erfolgreicher umgesetzt werden soll, darauf kann man sich schnell einigen. Wie aber konkret erfolgreiche Veränderungen angestoßen werden können, das ist die zentrale Frage. In der Konferenz wurde aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln ausführlich über die Erfolgsbedingungen  für Veränderungsprozesse zur Steigerung der Ressourceneffizienz diskutiert. Außerdem wurden Good Practice-Beispiele aus Unternehmen vorgestellt und diskutiert. Berichtet wurde auch über die neusten Entwicklungen und die aktuellen Aktivitäten im "Netzwerk Ressourceneffizienz" und es gab in einer Dialogrunde Gelegenheit zum Austausch: Wie kann die Steigerung der Ressourceneffizienz erfolgreich gefördert werden? Welche Erfolgsfaktoren kann man dafür nutzen?

Weitere Informationen beim Netzwerk Ressourceneffizienz


24.11.2010 Filmkritik: „Die kommenden Tage“: Sieht so die Ressourcenkrise aus?

Seit Anfang November läuft der Film „Die kommenden Tage“ in den deutschen Kinos. Er bricht mit einem weit verbreiteten Mantra: Alles wird gut. Nein, wird es eben nicht, wenn wir einfach so weitermachen, vor allem im Umgang mit Ressourcen und Energie. „Die kommenden Tage“ ist ein Science fiction-Film, in dem die Technik nur eine kleine, die gesellschaftliche und private Realität dagegen eine große Rolle spielt.

Lesen Sie hier mehr über den Film.


25.10.2010 World Resources Forum 2011

Das WRF will sich als unabhängige, internationale Plattform für die Debatte über den globalen Ressourcenverbrauch etablieren und dialogorientiert Innovationen für mehr Ressourcenproduktivität fördern. 
Das WRF ist eine Initiative der Empa (Swiss Federal Laboratories for Materials Science and Technology). Dabei arbeitet die Empa eng mit dem Bundesamt für Umwelt BAFU, der Schweizer Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA, dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, dem UNEP-Resource Panel, dem deutschen Umweltbundesamt UBA zusammen. Die SATW war Co-Organisator des WRF 2009.

Im vergangenen September organisierte die Empa das erste World Resources Forum (WRF) in Davos / Schweiz. 
Während dieser ersten Plenarsitzung des WRF stellte Vielzahl von hochkarätigen Referenten ihre Konzepte zum Thema Nachhaltigkeit, Ressourceneffizienz und Öko-Innovation vor. Zu den Referenten zählten unter anderem: Dennis Meadows (Präsident, Laboratory for Interaktive Learning & Japan Prize Laureate), Ernst-Ulrich von Weizsäcker (Co-Chair, UNEP Resource Panel & Takeda-Preisträger), Timo Mäkelä (DG Environment, Europäische Kommission), Garry Gardner (World Watch Institute), Ashok Khosla (Co-Präsident Club of Rome) und Junko Edahiro (Chief Executive of Japan for Sustainability).


Die behandelten Themen reichten von Chancen und Risiken des globalen Ressourcenverbrauchs, regionale Perspektiven der Entmaterialisierung und der Ressourcennutzung in verschiedenen Regionen der Welt (Indien, China, Japan, Europa, USA etc.). Ferner wurden Empfehlungen für notwendige Änderungen des ökonomischen Systems, um 
mehr Ressourceneffizienz zu erreichen, erarbeitet.




Das WRF findet vom 19. bis 21. September 2011 wieder in Davos statt.
Für weitere Informationen siehe www.worldresourcesforum.org


21.10.2010 Metalle aus dem Meer: Manganknollen und Massivsulfide

Seit mehr als 30 Jahren suchen Wissenschaftler nach mineralischen Rohstoffen im Meer, in erster Linie nach Metallen. In dieser Zeit ist ein erhebliches Wissen zusammen gekommen: über die Vorkommen, geologische und ökologische Zusammenhänge und mögliche Fördertechniken. Die wirtschaftlich interessanten Lagerstätten von Massivsulfiden befinden sich in einer Tiefe unterhalb 1.500 Metern. Diese Lagerstätten mit enormer Erzkonzentration entstehen in wahrhaft titanischen geologischen Prozessen in Dehnungszonen der Erdkruste tief unter dem Meer. Manganknollen mit ebenfalls relativ hohen Metallgehalten lagern auf dem Meeresgrund in 4.000 bis 6.000 Metern Tiefe. In ewiger Dunkelheit, bei enormem Druck, in zwei Grad kaltem Wasser.

Ein Meeresbergbau existiert bis heute nicht, allenfalls eine Förderung von Sand und Kies in flachen Gewässern wie der Nordsee. Die Technik ist im Wesentlichen vorhanden, die politischen Rahmenbedingungen sind es auch. Ob und wann es zur Förderung kommt, liegt an der Wirtschaftlichkeit, also letztlich an den Weltmarktpreisen der Metalle. Sollten sie weiter anziehen und das Niveau der Hochpreisphase Ende 2007, Anfang 2008 erreichen, dann könnte dies den Beginn eines Meeresbergbaus markieren. Anders formuliert: Nach der Förderung an Land ist dies der nächste Schritt, in die Ozeane und die Tiefsee, wie es die Offshore-Förderung von Öl bereits seit Langem vormacht.

Die Einzelheiten finden Sie im Interview mit Carsten Rühlemann von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe.


06.10.2010 Konferenz "Nachhaltige Ressourcenpolitik - Globale und Nationale Herausforderngen und Chancen"

Zum Auftakt eines von BMU und UBA geförderten Projektes zum Thema Ressourceneffizienz veranstaltete das FÖS mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Oktober 2010 eine Konferenz zum Thema "Nachhaltige Ressourcenpolitik - Globale und Nationale Herausforderungen und Chancen". Weitere Informationen erhalten Sie hier.